Fußball: Club im Halbfinale

01.05.2012 20:33 Uhr | Aktualisiert 01.05.2012 21:10 Uhr
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Michael Sturm

Der Weißenfelser Michael Sturm (Mitte), der beim ersten Pokalduell gegen den FC Zeitz schwer verletzt wurde, ist wieder fit. (FOTO: ALEXANDER BLEY)

Von Joachim Beyer und Matthias Voss
Der 1. FC Weißenfels hat nach Wochen des Misserfolgs wieder einen großen Sieg gelandet und mit einem 3:1 (0:0) beim Erzrivalen 1. FC Zeitz das Halbfinale im Burgenland-Kreispokal erreicht. Dort spielen die Saalestädter am Himmelfahrtstag, Donnerstag, den 17. Mai, um 11 Uhr gegen den VfB Nessa.
Zeitz/MZ. 

Der Trainer des 1. FC Weißenfels, Hendrik Lihsa, lief nach dem Abpfiff der Nachholpartie zufrieden über den Platz im Zeitzer Thälmannstadion. "Ich habe der Mannschaft gesagt, sie solle die Bälle lang schlagen. Das hat zum Erfolg geführt. Wir haben diesmal auch die Chancen besser genutzt als in den vergangenen Begegnungen", sagte der Gästetrainer.

Beim Führungstreffer der Weißenfelser stand den Gästen aber auch das Glück zur Seite. Isaque Dias lief zentral allein auf Torwart Florian Beier zu, konnte diesen aber nicht überwinden. Doch den vom Keeper abgewehrten Ball beförderte der Zeitzer Abwehrspieler Daniel Görg ins eigene Netz. "Der Ball ist mir genau an mein Standbein gesprungen, ich hatte keine Chance zu reagieren", schilderte der Unglücksrabe die Situation in der 51. Minute. Dieser Treffer stellte für den 1. FC Weißenfels die Weichen auf Sieg.

Beide Teams, die in der Landesklasse, Staffel sechs um Punkte spielen, wollten dieses Prestigespiel unbedingt gewinnen. Die Elsterstädter, als Tabellenzweiter mit noch Meisterschaftshoffnungen, ließen den angeschlagenen Spielmacher Sebastian Holz vorerst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Der verletzte Viktor Aguocha kam nicht zum Einsatz, wurde für die nächste wichtige Punktspielbegegnung zu Hause gegen den VfL Querfurt geschont.

Die Saalestädter haben im Titelkampf dagegen nur noch theoretische Chancen und konnten sich voll auf das Pokalspiel konzentrieren. Lihsa dazu; "Mit neun Punkten Rückstand sind wir im Meisterschaftskampf praktisch raus. Mal sehen, was im Pokal noch geht."

Die etwa 200 Fans sahen allerdings keine berauschende Partie. Vom Sommerfußball sprachen die Zuschauer auf den Rängen. Trotzdem gab es Chancen auf beiden Seiten. Der Zeitzer Trainer Gunter Grimm ärgerte sich wegen der vergebenen Möglichkeiten. "Unsere Spieler waren zu unkonzentriert vor dem gegnerischen Gehäuse", sagte er und sah darin die Ursachen der Pokalniederlage. Der Coach dachte da wohl auch an die Möglichkeit von Toni Menz, der nach einer Viertelstunde völlig frei auf der rechten Außenbahn auf Torwart Daniel Richter zulief, den Ball aber am kurzen Pfosten vorbei hämmerte. Die Weißenfelser waren an diesem Tag cleverer, bauten die Führung nach dem 1:0 durch weitere Tore von Patrick Baudisch (63.) und Ronny Schäffner auf 3:0 aus. Der Zeitzer Ehrentreffer durch Meier (83.) fiel zu spät.