Beim abstiegsgefährdeten FSV Hettstedt gewann das Team des Trainergespanns Horst und Maik Kunze mit 3:1 (3:0).
Doch auf Schampus- oder Bierduschen verzichteten die Gäste zunächst. "Wir feiern erst bei unserem letzten Heimspiel", sagte Horst Kunze, der dieses Mal auf Sohn Maik an seiner Seite hinter der Linie verzichten musste. Kunze Junior weilte bei einem Prüfungsvorbereitungsseminar für sein Sportmanager-Fernstudium.
Das sei aber kein Problem, finden beide. "Wir haben zu 90 Prozent die gleiche Fußball-Philosophie und unsere Taktik gegen Hettstedt ist letztlich auch voll aufgegangen", äußerte sich Kunze Senior gegenüber der MZ.
Aus einer sicheren Abwehr heraus wollte Zorbau bei eigenem Ballbesitz schnell nach vorne spielen. Das gelang. "Und in der Spitze haben wir saubere Pässe geschlagen, die zum Erfolg führten", freute sich Horst Kunze.
Im Programmheft gaben sich die Hausherren noch optimistisch, verwiesen auf ihren Erfolg in Nietleben und die längere Durststrecke der Gäste. Nach fünfzehn Minuten wich dieser Optimismus aber der Realität: Zorbau führte bereits 2:0. Mit den schnellen Außenspielern Göhring sowie Schlosser auf der einen, und Micenko sowie Schmidt auf der anderen Seite, kamen die Hausherren überhaupt nicht klar. So führte ein Pass auf die rechte Seite zum Strafstoß in der 12. Minute. Schmidt wurde gleich zweimal im Strafraum gefoult. Thomas Proschwitz ließ dem Hettstedter Tormann beim Elfmeter keine Chance.
Drei Minuten später legte Schlosser nach einem mustergültig vorgetragenen Konter nach. Micenko hatte den Ball an der Mittellinie erobert und schickte Haschke in die Spitze, der dann überlegt auf Schlosser zurücklegte. Nach kurzem Orientierungsblick entschied dieser sich selbst zum Schuss und erhöhte auf 2:0.
Die frühe Vorentscheidung fiel dann in der 35. Minute. Gerade erst hatte Micenko eine Chance liegen lassen, als er einen Diagonalpass fast von Grundlinie ins Netz zirkelte und damit die Hausherren praktisch in die Landesklasse schickte.
Die Gastgeber gingen dennoch engagiert und wesentlich besser in die zweite Hälfte. Begünstigt wurde dies sicherlich durch die nicht mehr ganz so konsequente Art der Zorbauer. Sie kontrollierten dennoch das Geschehen und Mathias Henze bekam bis auf das Gegentor praktisch nichts auf seinen Kasten. So blieb es bis zur 82. Minute beim 3:0. Hettstedt belohnte sich dann wenigsten mit dem Ehrentor, das nach einem Freistoß per Kopfball fiel. Dies war aus Zorbauer Sicht der einzige Schönheitsfehler dieser Partie und für Hettstedt der verdiente Lohn. In der Schlussminute brannte es dann noch einmal auf beiden Seiten. Zunächst scheiterte Schlosser am FSV-Tormann und auf der Gegenseite strich der Ball nur um Haaresbreite am langen Zorbauer Pfosten vorbei.