Im direkten Duell des 17. Seuma-Cups setzte sich Großkorbetha I (weiße Trikots) gegen die eigene zweite Mannschaft durch. (FOTO: ALEXANDER BLEY)
Dass am Ende ihres Turniers jemals vier Mannschaften punktgleich waren, daran kann sich Andreas Oluschinski nicht erinnern. Der Handballer des TSV Großkorbetha hatte mit seinem Team dabei das Nachsehen und musste sich mit Rang vier begnügen. Die 17. Auflage des Großkorbethaer Seuma-Cups gewann indes einmal mehr die SG Spergau vor dem SV Tanne Thalheim und dem SV Friesen Frankleben.
"Wir haben unsere erste Partie gegen Thalheim etwas verschlafen", sagte Oluschinski, der sich mit seinem Team über die verpasste große Chance des Turniersieges doch etwas ärgerte. Denn nach der 4:7-Auftaktniederlage schlug die Erstvertretung die eigene Reserve (10:5) sowie Reichardtswerben / Prittitz (9:5) und ließ gegen Frankleben und Spergau jeweils ein 7:7 folgen.
Im direkten Vergleich der punktgleichen ersten vier Teams hatte der TSV dann nur knapp das Nachsehen, obwohl man das beste Torverhältnis vorweisen konnte. Allerdings betonte Oluschinski dann auch, dass neben dem sportlichen Ehrgeiz vor allem der Spaß im Vordergrund stehe. Entsprechend froh waren die Teilnehmer, dass trotz vorher widriger Wetterbedingungen, es bei Sonnenschein wieder auf den Rasenplatz ging und nicht in die Halle ausgewichen werden musste.
Rekordsieger Spergau war dieses Mal nicht in Bestbesetzung angetreten und kassierte dann sogar gegen Tages-Schlusslicht Großkorbetha II überraschend eine Niederlage. "Die Spergauer Formation bestand überwiegend aus Akteuren der dritten Mannschaft, die in der abgelaufenen Saison in die Kreisliga aufgestiegen ist", sagte Oluschinski.
Den Weg dorthin tritt Großkorbetha I nach zwei Jahren Zugehörigkeit zur Bezirksklasse als Schlusslicht freiwillig ebenfalls an. "Wir hätten aufgrund der wenigen Mannschaften in dieser Liga bleiben können, wollen aber in der Kreisliga einen Neustart machen", erläuterte Oluschinski, der gleichfalls bekanntgab, dass die TSV-Reserve (Kreisklasse) aufgelöst wird.
"Wir haben zu wenige Spieler, da wollten wir einen womöglichen Rückzug während der Saison vermeiden." So werde die Ersatzbank der verbleibenden Erstvertretung zwar gestärkt, doch der mangelnde Nachwuchs im männlichen Bereich bereitet der TSV-Handballabteilung nach wie vor Sorgen.
Besser laufe es da bei den Mädchen. Die C-Juniorinnen (9. Platz Bezirksliga 2011 / 12) wechseln nun in die B-Altersklasse. Zudem stellt der TSV ein Team bei den D-Juniorinnen (10.). Mit einer weiblichen E-Jugendmannschaft gesellt sich für die kommende Saison ein drittes Mädchenteam im Spielbetrieb auf der Bezirksebene hinzu. "Wir haben eine AG-Kooperation mit der Grund- und der Privatschule. Dort haben wir in der Tat einen guten Zulauf an Kindern, aber überwiegend eben Mädchen und kaum Jungen", schilderte Oluschinski.
Die Männer selbst haben sich vorgenommen, in der Kreisliga im oberen Tabellendrittel zu landen. Eine Sommerpause legt das Team nicht ein, es wird durchgängig weiter trainiert. "Am kommenden Wochenende nehmen wir beim Freiluftturnier in Frankleben teil und unsere Thalheimer Freunde haben uns für den 12. August eingeladen", gab Oluschinski bekannt.
Das seien bereits gute Gelegenheiten, sich unter lockeren Wettkampf-Bedingungen einzuspielen und die Form zu testen. 2013 nehmen die Großkorbethaer dann den nächsten Anlauf, um passend zum 85-Jährigen Bestehen der Handball-Abteilung das 18. Seuma-Turnier zu gewinnen.