Handball: Mit Meister auf Augenhöhe

07.05.2012 21:25 Uhr | Aktualisiert 07.05.2012 21:41 Uhr
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Handballspiel

Versöhnlicher Heim-Saisonabschluss für die SG Saaletal (in Blau) beim verdienten Unentschieden gegen den Meister Dessau-Roßlau II. (FOTO: ALEXANDER BLEY)

Einträchtig begeben sich die beiden Handball-Verbandsligisten, die SG Saaletal Reichardtswerben/Prittitz sowie der Weißenfelser HV (WHV), auf den Zieleinlauf der Saison. Die Saaletaler hielten den Spitzenreiter, den Dessau-Roßlauer HV II, vor heimischem Publikum mit 26:26 (15:15) in Schach.
Plotha/Steuden/coco/Kall/MZ. 

Einträchtig begeben sich die beiden Handball-Verbandsligisten, die SG Saaletal Reichardtswerben / Prittitz sowie der Weißenfelser HV (WHV), auf den Zieleinlauf der Saison. Die Saaletaler hielten den Spitzenreiter, den Dessau-Roßlauer HV II, vor heimischem Publikum mit 26:26 (15:15) in Schach. Der WHV tat sich indes beim Vorletzten der Tabelle, dem SV Steuden, schwer. Immerhin wurde die Aufholjagd mit dem 34:34 (17:17) belohnt. In der Tabelle bleibt der WHV mit 26:24 Punkten vor der SGS (24:26) Siebter.

Reserve-Tormann leitet Wende ein

Nachdem Reichardtswerben / Prittitz im Hinspiel bei Dessau-Roßlau II mit 20:34 eine herbe Schlappe eingefahren hatte, stellte das Team von Trainer Frank Eichardt seine Leistungsfähigkeit unter Beweis. In einem Duell auf Augenhöhe gelang dem Vize-Staffelsieger der vorherigen Spielzeit mit einem beherzten Auftreten eine positive Überraschung und bot den Fans einen versöhnlichen Abschluss.

Die Gäste, denen nur noch ein Punkt zum Meistertitel fehlte, waren in Bestbesetzung angereist, um endgültig alles klar zu machen. Nach zehn Minuten stand es 5:5. Dann kam die Klasse des DRHV zum Tragen, der auf 10:6 davonzog. Aber die Einheimischen kämpften sich zurück und hielten den Rückstand in Grenzen (10:12). Dann hatte Robert Henschler seinen großen Auftritt. Der Tormann der zweiten Mannschaft kam bei einem Siebenmeter in den Kasten, wehrte den Wurf ab. Das gab weiteren Schub. Sebastian Enke und Martin Linse glichen aus (14:14) und mit 15:15 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wirkten die Gastgeber gehemmt und unsicher. Dessau-Roßlau ging mit drei Treffern wieder in Führung. Die gute Defensivarbeit der SGS verhinderte Schlimmeres. Nach dem 19:19 lag Reichardtswerben / Prittitz mit 21:20 erstmals vorn. Die letzten Minuten wurden hektisch und dramatisch. Zunächst markierte Philipp Wedwitschka das 22:20. Der DRHV erzielte drei Tore. Der knappe Vorsprung hielt bis zum 25:24. In den nervenaufreibenden Schlusssekunden brachte Philipp Wedwitschka die SG Saaletal mit 26:25 in Front, doch der letzte Angriff der Dessauer führte zum 26:26.

WHV liegt fünf Tore zurück

Die vom Tabellenstand aus gesehen favorisierten Weißenfelser lagen nach vier Minuten mit 2:4 zurück, lagen aber rund zehn Minuten später mit 10:8 vorn. Dennoch nutzten die Gastgeber immer wieder die schwache WHV-Abwehr und kamen mit leicht erzielten Toren wieder heran. Lediglich WHV-Tormann Michael Vogt verhinderte mit drei abgewehrten Strafwürfen einen erneuten Rückstand.

Im zweiten Durchgang verschafften sich die Schützlinge von Coach Torsten Hahn erneut einen kleinen Vorteil, der aber aufgrund von Zeitstrafen zwischen der 32. und 36. Minute weg war. Noch schlimmer: Steuden enteilte danach aufgrund einer nun desolaten WHV-Defensive auf 31:26 (51. Minute). Hahn nahm eine Auszeit, stellte auf eine 4:2-Deckung um. Mit der nun nötigen Aggressivität verkürzte Weißenfels in der Schlussphase und war beim 30:32 wieder dran. Dieses Mal ließen sich die Gäste nicht von Schiedsrichterentscheidungen aus dem Konzept bringen und kamen vierzig Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich. Eine letzte Konterchance zum möglichen Auswärtssieg wurde aber unmittelbar vor dem Abpfiff vergeben.