Zorbau II freut sich über den hart erkämpften Reserve-Kreispokal. (FOTO: ALEXANDER BLEY)
Beinahe hätte das Heimspiel zum großem Triumph des Außenseiters geführt. Das Fußball-Kreisklasseteam des SV Burgwerben war im Finale um den Reserve-Kreispokal der Trophäe zum Greifen nahe. Doch nach einer Verlängerung mussten sich die Einheimischen mit 2:3 dem Kreisoberligisten SV Blau-Weiß Zorbau II doch noch geschlagengeben.
"Es ist schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat. Aber ich mache meinem Team keinen Vorwurf, es hat bis zur letzten Sekunde gekämpft", sagte der Burgwerbener Trainer Steffen Herrmann. "Lediglich die Anfangsphase haben wir verschlafen", lautete seine Analyse. Das nutzte Zorbau II, aktuell Achter der Kreisoberliga, gegen den Tabellenführer der Kreisklasse, Staffel 2, eiskalt aus. Sven Albrecht brachte die Gäste in der 20. Minute in Führung. Die baute Maik Weiß mit dem Treffer zum 2:0 kurz darauf aus. Danach wurde Burgwerben besser und verhinderte zunächst weitere Gegentore. So blieb es bis zum Seitenwechsel beim 0:2-Rückstand. "Die erste Halbzeit waren wir richtig gut, der zweite Durchgang war eine Katastrophe", lautete das harte Urteil des Zorbauer Trainers Dietmar Ritzer.
Ausgerechnet Kapitän Falco Pießold leitete die Aufholjagd der Einheimischen ein. Nach seinem Fehlpass war der Angriff des SV im Zorbauer Strafraum nur mit unfairen Mitteln zu stoppen: Elfmeter. Den verwandelte der noch vor der Pause eingewechselte Steve Möller zum Anschluss (48. Minute). Dem gleichen Akteur gelang etwas später auch der Ausgleich (60.). Im weiteren Verlauf und in der höhepunktarmen Schlussphase endeten die Angriffsbemühungen beider Teams meist weit vor dem gegnerischen Tor.
In der Verlängerung hatte Burgwerben dann ein leichtes Plus an Chancen. Aber Zorbau zeigte sich effektiver. Nach einem Freistoß spitzelte Oliver Werner den verlängerten Ball zum 3:2 ins Tor (110.). Die Gastgeber bäumten sich unter den Anfeuerungsrufen ihres Trainers Herrmann noch einmal auf. Unter anderem scheiterte aber Möller mit einem schönen Seitfallzieher, der links am Tor vorbei ging. Nach dem Abpfiff waren jedoch beide Teams mit dem Ausgang und der eigenen Leistung zufrieden.