So wie hier beim 3:1-Derby-Heimsieg gegen Zeitz wollen die Rot-Weiß-Volleyballer auch in der kommenden Saison noch öfter jubeln. (FOTO: BLEY)
In rund zwei Wochen bittet Coach Rolf Beyer seine Oberliga-Volleyballer vom SV Rot-Weiß Weißenfels zum Trainingsauftakt wieder in die Halle. Derzeit genießen viele seiner Schützlinge die trainingsfreie Zeit noch im Urlaub, beim Beachvolleyball oder in der Reha. Doch die Verantwortlichen und die Mannschaft haben sich für die neue Saison einiges vorgenommen. Neben der individuellen Stabilisierung im technisch-taktischen Bereich soll auch eine bessere Platzierung als in der Vorsaison (7.) erreicht werden.
Die abgelaufene Spielzeit stellte in der Mannschaft niemanden zufrieden. Aufgrund einiger Langzeit-Verletzter (Robert Lawrenz, Steffen Panzner, Daniel Vogel, Sebastian Strauch) und dem Abgang von etablierten Spielern (Heiko Apel, Wolfgang Gerber, Michael Seppelt) kam man nur schwer aus den Startlöchern. Nach sieben Spieltagen hatte man erst zwei Siege auf dem Konto, welche jedoch gegen die direkte Konkurrenz um den Klassenerhalt geholt wurden (3:1 beim USV Halle I und 3:0 gegen die SG Rosian). Am achten Spieltag stand dann der Hinrunden-Höhepunkt mit dem Süd-Derby beim SV Motor Zeitz an. Vor mehr als 200 Zuschauern gab es ein hochdramatisches Match, in dem die Weißenfelser schon 2:0 nach Sätzen führten, den Ausgleich hinnehmen mussten und erst im Tiebreak etwas glücklich gewannen. Einer der Matchwinner damals war Neuzugang Sebastian Strauch, der aber im Laufe der Saison auch aufgrund von Verletzungen leider viel zu selten sein enormes Potenzial abrief.
Zur Halbserie standen die Rot-Weißen mit 8:10 Punkten auf dem fünften Rang der Tabelle. Jedoch trennten nur vier Punkte das Team vom Abstiegsplatz. Zum Rückrundenauftakt setzte es beim späteren Meister Fortuna Ballenstedt eine nicht überraschende 1:3-Pleite, bei der jedoch phasenweise gut mitgespielt wurde. Im Anschluss meldete sich mit Zuspieler Robert Lawrenz endlich einer der Langzeitverletzten zurück. Auch mit seiner Hilfe konnte das Studenten-Team des USV Halle im Rückspiel mit 3:2 geschlagen werden, nachdem die Hallenser nach dem 2:0-Zwischenstand schon wie der sichere Sieger aussahen.
Doch dieser Schub konnte in den folgenden Begegnungen nicht genutzt werden. Es setzte vier teils unnötige Pleiten, ehe es gegen die schon als Absteiger feststehende SG Rosian den lang ersehnten Befreiungsschlag gab (3:0). Durch diesen Sieg stand der Klassenerhalt fest und das Rückspiel gegen Zeitz konnte selbstbewusst angegangen werden. In der heimischen Halle bezwangen die Weißenfelser die Elsterstädter mit 3:1 und bauten die Oberliga-Bilanz zwischen den Vereinen auf 3:1 Siege aus.
In der kommenden Saison will Landesoberligist Rot-Weiß Weißenfels definitiv wieder mehr Kons-tanz in seine Leistungen bringen. "Wir wollen uns als Mannschaft weiterentwickeln, um so auch Ausfälle von Spielern besser kompensieren zu können. Eine angepeilte Platzierung gibt es dabei nicht. Wir wollen so früh wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben und dann werden wir sehen, was nach oben geht," sagt Beyer zu den Vorhaben des Vereins für 2012 / 13. Zum Erreichen dieses Ziels soll auch der bisher einzige Neuzugang beitragen. Mit Nils Opitz kommt ein Allrounder vom USC Magdeburg an die Saale. Der 26-jährige Wahl-Leipziger ist 1,94 Meter groß und sowohl in der Außenannahme als auch auf der Diagonalposition einsetzbar.
Mit Daniel Vogel verlässt nur ein Akteur den aktuellen Kader. Der Zuspieler schaffte es aufgrund von Verletzungen im Laufe der Saison nicht, sich einen Stammplatz im Oberliga-Kader zu sichern. Berufsbedingt und wegen des damit einhergehenden Zeitmangels entschloss er sich, das Kapitel Rot-Weiß zu beenden.