Volleyball: Zuschauer rücken ans Geschehen

22.06.2012 18:23 Uhr | Aktualisiert 22.06.2012 18:47 Uhr
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Schmetterball am Netz

Ein Volleyballer blockt den Ball. (FOTO: ARCHIV/DPA)

Von Marcus Bräuer
"Wir rücken wieder näher zusammen!" - so ist die Pressemitteilung des CV Mitteldeutschland überschrieben, in der darüber informiert wird, dass die Osttribüne wieder näher an das Spielfeld rückt.
spergau/MZ. 

Dieses Vorhaben der kommunalen Betreibergesellschaft der Jahrhunderthalle Spergau und des CV Mitteldeutschland soll umgesetzt werden, "ohne die Ligavorschriften zur Höhe der Halle über dem Spielfeld (mindestens neun Meter) oder zum vorgeschriebenen Freiraum um das Spielfeld herum zu verletzen", heißt es.

Mehr Platz für neue Ideen

Nach der ersten Bundesligasaison 2007 / 2008, in der der CVM mit einer Ausnahmegenehmigung die Halle trotz der zu geringen Deckenhöhe von 8,40 m nutzen durfte, musste das Spielfeld um ganze 3,50 m verschoben werden. Damit einher ging, dass die Osttribüne teilweise weichen musste. "Trotz der Neupositionierung der Tribünen spürte man, dass sich die Zuschauer nicht mehr so wohl gefühlt haben. Die Nähe zum Geschehen und das Gefühl, mittendrin zu sein, hatte vielen Piratenfans in der Folgezeit gefehlt", sagt Peter Kurzawa, Vorstandchef des CVM.

Dem soll nun mit den Umbauarbeiten in diesem Sommer entgegengewirkt werden. Die Osttribüne wird über die gesamte Hallenlänge bis auf die zwei unteren Reihen wieder ausgefahren. Schiedsrichter und Schreibertisch tauschen die Seiten. Damit erhöht sich die Platzkapazität der Halle um fast 100 Sitzplätze und die Zuschauer sind wieder näher am Geschehen. Und: Es bieten sich durch den Umbau neue Möglichkeiten für das Rahmenprogramm bei den Spielen. "Wir wollen mehr Eventcharakter. Beispielsweise könnte es ein etwas größeres Einlauftor geben. Wir haben auch überlegt, ein kleines Piratenschiff dazuzuholen", sagt Wiedersberg.

Erfahrenen Zuspieler verpflichtet

Mehr Zuschauer bedeuten mehr Einnahmen. "Doch zu allererst brauchen wir sportlichen Erfolg", sagt Rick Wiedersberg. Da passt es, dass der CVM in dieser Woche einen weiteren Spieler verpflichtet hat. Es handelt sich dabei um den österreichischen Nationalmannschaftskapitän Oliver Binder. Binder ist 27 Jahre alt und Zuspieler. Der Linkshänder ist mit den HotVolleys Wien einmal österreichischer Meister und zweimal Pokalsieger geworden. Er hat über einhundert Länderspiele absolviert und spielt derzeit mit der österreichischen Nationalmannschaft in der Europaliga. "Wir wollten einen erfahrenen Zuspieler und den haben wir mit ihm bekommen", sagt CVM-Manager Wiedersberg. Finanziell ordnet sich Binder beim CVM im oberen Drittel ein. "Aber ich kann nachts gut einschlafen, das passt alles", so Wiedersberg.