Duathlon: Kunterbunt schlägt Bärenstark

14.06.2012 19:37 Uhr | Aktualisiert 14.06.2012 19:40 Uhr
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Rainer Gründig

Rainer Gründig hatte bei der Zeitmessung alles im Griff. (FOTO: KRIMMER)

Von Ronny Banas
Die Knirpse der Kindertagesstätte Bärenstark aus Rippicha legten am Donnerstag bei ihrer zweiten Teilnahme am Zeitzer Kinderduathlon einen schier unfassbaren Lauf an den Tag und deklassierten die Konkurrenz beinahe.
Zeitz/MZ. 

Lange sah es so aus, als würde die Zeit bis zum Ende Bestand haben. Die Knirpse der Kindertagesstätte Bärenstark aus Rippicha legten am Donnerstag bei ihrer zweiten Teilnahme am Zeitzer Kinderduathlon einen schier unfassbaren Lauf an den Tag und deklassierten die Konkurrenz beinahe. 2:30,7 Minuten brauchten die vier Jungen und Mädchen, um in einer Staffel 50 Meter zu laufen und noch einmal 50 Meter Roller zu fahren. Eine Marke, die im Grunde nicht zu schlagen war. Allerdings nur so lange, bis die Kita Kunterbunt aus Zeitz an den Start ging. Die setzte dem Ganzen nämlich noch einen drauf und unterbot die Zeit der Rippichaer um satte sieben Sekunden. Das Ergebnis wochenlanger Vorbereitungen, wie Erzieherin Karla Naumann erklärte. "Wir haben schon im April angefangen zu üben." Nach dem Kindergarten-Cup im Turnen, den sie auf dem sechsten Platz beendeten, ging es los. "Wir wollten besser werden", so Karla Naumann. Die Methode scheint zu funktionieren. Denn die Zeit der Kita Kunterbunt sollte bis zum Schluss Bestand haben. Alle anderen Mannschaften bissen sich in der Folge daran die Zähne aus. Kunterbunt löste den Vorjahressieger von der Kita Völkerfreundschaft ab.

Für die Rippichaer Kinder reichte es immerhin zum zweiten Platz. Eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Entsprechend zufrieden war auch Erzieherin Silke Biegler. "Auch wir haben zur Genüge geübt, doch die anderen waren nun mal besser. Da kann man nichts machen. Aber der zweite Platz ist auch gut." In diesem Jahr hätten sie sogar zwei Teams ins Rennen geschickt. Beide schlugen sich achtbar. "Beim nächsten Mal werden wir noch besser. Versprochen", so Silke Biegler. Dann, so hofft sie, wird es noch knapper zugehen.

Eine Tendenz, die Robert Seidelt, Radballer und Mitglied der Rennleitung schon in den Jahren zuvor festgestellt hatte. "Am Anfang hat es noch gereicht, die Sekunden zu messen. Aber damit kommen wir schon lange nicht mehr hin. Wir müssen inzwischen schon die Zehntel stoppen. Es wird immer knapper." Als Grund nannte er den wachsenden Eifer, mit dem die Kindertagesstätten und auch die Grundschulen, bei denen der Roller durch das Fahrrad ersetzt wurde, an den Tag legen. "Der Duathlon wird immer mehr zum Renner", so Seidelt. Eine Tatsache, die allein die nackten Zahlen bestätigen. Zum 14. Mal luden die Stadt Zeitz und der Kreissportbund, unterstützt von den Radballern von Chemie Zeitz, zu diesem sportlichen Wettstreit ein. Etwa 180 Teilnehmer waren in den Listen verzeichnet und damit im Vergleich zum Vorjahr 40 mehr. Wenn das so weitergeht, dann müssen sich die Knirpse der diesjährigen Sieger beim nächsten Mal warm anziehen. Und Robert Seidelt sollte sich schon mal Stoppuhren besorgen, die auch die Hundertstel messen können.