Fußball: Auf ins Ungewisse

29.07.2012 19:51 Uhr | Aktualisiert 29.07.2012 22:46 Uhr
«Wir müssen erst einmal die Klasse halten», meint Co-Trainer Udo Höntsch. (FOTO: RONNY BANAS) 
Von Ronny Banas
Der Neueinkauf hatte sich spätestens am Sonnabendnachmittag bezahlt gemacht. Zum Freundschaftsspiel des TSV Tröglitz gegen den TSV Windischleuba verrichtete er seine Dienste ordentlich und zuverlässig.
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Tröglitz/MZ. 

Meckern konnte man nicht, das Geld für die neuen Trainerbänke auf dem Nebenplatz schien gut investiert. Die Blechhütten boten während des Wolkenbruchs, der Mitte der ersten Halbzeit über Tröglitz hereinbrach, für alle, die nicht auf dem Platz standen, einen trockenen Unterschlupf. Wer allerdings außer den kleinen Häuschen am Spielfeldrand weitere Neuzugänge beim Kreisoberligisten suchte, wurde unterdessen nicht fündig.

Im Gegenteil, die Mannschaft ist eher geschrumpft. Dirk Rieger (Wechsel nach Groitzsch) und Christian Fahr (Karriereende) hatten die Mannschaft zum Ende der abgelaufenen Saison verlassen, Danny Kurzeja hörte schon zur Winterpause auf. Verstärkungen gibt es bislang noch nicht. Also alles wie gehabt? Mitnichten, denn personell hat sich in Tröglitz einiges getan. Allerdings neben dem Spielfeld. Matthias Fahr als Spielertrainer und Udo Höntsch als sein Assistent führen künftig die Geschicke des Kreisoberligisten und treten die Nachfolge von Matthias Heinold an, der mit Ende der abgelaufenen Saison seinen Hut nahm. An den Zielen hat sich erst einmal nichts geändert.

Über dem viel zitierten Strich wollen sie nach dem letzten Spieltag stehen. "Wir müssen erst einmal die Klasse halten. Der Rest ist Bonus", sagt Höntsch. Nicht absteigen also und wenn möglich schon ein paar Wochen vor Saisonende. Das Gleiche hatten sie sich in der vorigen Saison vorgenommen. Und in der davor, der ersten in der Kreisoberliga. Beide Male jedoch war es denkbar knapp mit dem Klassenerhalt. Erst am letzten bzw. vorletzten Spieltag war es sicher.

Und nun? Mit neuen Trainern soll es besser klappen. Möglich ist das, denn beide kennen sich im Verein bestens aus. Fahr spielte in den beiden vergangenen Spielzeiten in der Mannschaft, Höntsch ist optimistisch. "Wir wissen, dass es nicht leicht wird, aber glauben an uns", zeigte sich Mannschaftsleiter Tobias Neupert zuversichtlich. Personell aufrüsten werde man wohl eher nicht mehr, lediglich aus der zweiten Mannschaft könne noch der eine oder andere den Sprung schaffen. Neupert: "Mancher hat das Potenzial dazu. Wir werden sehen." Bis zum Saisonstart bestreitet der TSV noch drei Testspiele, am 25. August beginnt die neue Saison. Dann wird sich zeigen, ob das neue Gespann an der Seitenlinie Erfolg hat. Der Ausgang der Saison ist beim TSV Tröglitz wohl so ungewiss wie selten vorher in den letzten Jahren.