Kegeln: Das Ende des Marathons

23.04.2012 19:11 Uhr | Aktualisiert 23.04.2012 20:11 Uhr
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Ralf Erfuth

Der Hohenmölsener Ralf Erfuth (vorn) wurde Siebenter bei den Männern. (FOTO: CORINA WUJTSCHIK)

Von Ronny Banas
Am Sonntag fanden die Endrunden der Einzelmeisterschaften im Burgenland statt. In drei Turnieren wurden vorher aus 1 000 Aktiven die Besten ermittelt.
Kayna/MZ. 

Wer Kreismeister im Kegeln werden will, der macht das nicht mal eben so mit links. Vielmehr muss derjenige neben einer ruhigen Hand einen ganzen Batzen Geduld und Kondition mitbringen. Am Sonntag fanden die Endrunden der Einzelmeisterschaften im Burgenland statt. Wer es bis dahin geschafft hatte, hatte bereits vorher einen wahren Marathon hinter sich gebracht. Und das aus gutem Grund. "Es gibt in unserem Verband etwa 1 000 Kegler, die mit ihren Mannschaften im Spielbetrieb stehen. Bei einer solchen Zahl muss man vorher schon mal aussieben. Sonst würde das Turnier jeden Rahmen sprengen", sagte Christian Schreiber vom Kegelverband des Burgenlandkreises. Schreiber fungiert in Kayna, wo die Männer und Frauen ihre Titelträger ausspielten, als Turnierleiter. Wer es bis dahin geschafft hatte, konnte sich bereits einen Tag vorher in den Vorrunden durchsetzen. Dort wiederum waren nur die Kegler gesetzt, die im Februar in den Qualifikationsturnieren triumphierten. Damit nicht genug. "Auch vorher gab es schon eine Vorauswahl. Jeder Verein konnte zu den Qualifikationen eine begrenzte Anzahl von Spielern schicken. Bei den meisten geschah dies in Form eines weiteren Turniers, den Vereinsmeisterschaften", so Schreiber. Am besten scheint den Stress am Sonntag der Osterfelder Sören Apelt verkraftet zu haben. Bei den Männern siegte er mit stattlichen 28 Zählern Vorsprung vor seinem Mannschaftskollegen Danny Burkhardt und dem Burgwerbener Jörg Walter, der ein Pünktchen hinter Burkhardt landete. Apelt schaffte es dabei, seinen Titel vom Vorjahr zu verteidigen. Für die zwei Osterfelder heißt das nun, noch ein weiteres Turnier zu bestreiten. Denn beide dürfen, so wie alle Ersten und Zweiten der Endrunde, zu den Landeseinzelmeisterschaften fahren. Dort geht der Kegel-Marathon dann in eine weitere Runde.

Erstaunlich war am Sonntag, so Christian Schreiber, dass es während der Endrunden kaum Leistungsunterscheide zwischen Geschlechtern gab. Mehr noch. "Manchmal waren die Frauen sogar besser als die Männer", sagte er. Oft gebe es das nicht, doch Schreiber schob es auf die Regularien der Meisterschaften. Es habe vielleicht auch daran gelegen, dass manche der Damen daran gewöhnt sind, 120 Kugeln wie bei den Kreismeisterschaften zu spielen, die Männer aber eher mehr. "Da muss man seinen Rhythmus erst finden und darf sich nicht viele Fehler leisten. Außerdem ist es manchmal auch so, dass die Damen auch mit ein bisschen mehr Gefühl ran gehen", ergänzt er lächelnd.

Alles Weitere zum Kegeln im Burgenlandkreis im Internet unter www.spielbezirk3.de