Volleyball: Piraten stehen vor letztem Saisonspiel

24.02.2012 18:31 Uhr | Aktualisiert 25.02.2012 03:27 Uhr
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Schmetterball am Netz

Der CV Mitteldeutschland spielt Samstag Abend gegen den VfB Friedrichshafen. (FOTO: ARCHIV/DPA)

Von Anke Losack
Der amtierende Meister und einzige deutsche Champions League-Halbfinalist, der VfB Friedrichshafen, tritt Samstag um 20 Uhr gegen Chemie Volley Mitteldeutschland (CVM) in Spergau an.
SPERGAU/MZ. 

Dass der amtierende Meister und einzige deutsche Champions League-Halbfinalist, der VfB Friedrichshafen, Samstag um 20 Uhr bei Chemie Volley Mitteldeutschland (CVM) in Spergau antreten muss, ist keine große Meldung. Verständlicherweise muss man sagen, denn der VfB hat derzeit andere Sorgen als den Bundesliga-Alltag. Sie wollen ins Champions League-Finale, sind auf dem Weg dorthin am Mittwoch im Hinspiel beim russischen Meister Zenit Kazan allerdings mit 0:3 gestolpert. Am kommenden Dienstag steht das Rückspiel in Friedrichshafen an.

Chance für Spergau?

Es stellt sich also die Frage, ob der Bundesliga-Zweitplatzierte der Partie Samstag in der Jahrhunderthalle überhaupt noch irgendeine Bedeutung beimisst? "Das Spiel in Spergau ist ein wichtiges Spiel, wie jedes andere", sagte Friedrichhafens Manager Stefan Mau. In der Tabelle wird es für sie aber auf jeden Fall keine Auswirkungen mehr haben - weder bei einem Sieg nach oben, noch bei einer Niederlage nach unten. "Wir werden es als Vorbereitung nutzen", so Mau. Vorbereitung für das Rückspiel gegen Kasan und das DVV-Pokalfinale.

Und genau das könnte der Knackpunkt für das morgige Spiel werden. Ergibt sich für die Piraten daraus vielleicht die Chance, den Sprung in die Playoffs doch noch zu schaffen? Das allerdings geht nur über einen Sieg. Eine Niederlage würde das Ende der Saison bedeuten. Gotha und Düren, die derzeit die beiden letzten zu vergebenen Playoff-Plätze (7. / 8. Platz) einnehmen, spielen Samstag gegeneinander. Der Piraten-Coach meinte: "Gegen Friedrichshafen zu gewinnen erwartet niemand. Darum können meine Jungs befreit aufspielen." Wie der Gegner das Spiel angeht sei für ihn unwichtig. VfB-Manager Mau sagte, es käme für ihn überhaupt nicht in Frage, Spieler zu schonen. Wer nach dem Spiel in Russland gesundheitlich angeschlagen ist, konnte er noch nicht vermelden.

Erinnerungen an 2008

Mit einer Aussage machte er den Piraten einen Funken Hoffnung: "Wir verlieren offenbar gern im Osten." In dieser Saison hat der VfB schon in Gotha Punkte gelassen. Und beim CVM erinnert man sich gern an Heimspiele gegen Friedrichshafen, besonders an eines. Am 7. Dezember 2008 kam der frisch-gebackene Champions League-Sieger nach Spergau und wurde mit 2:3 nach Hause geschickt. Das Spiel für die Piraten Samstag ist also eine Wundertüte.