Steffen Höhne (FOTO: MZ)
Fünf Prozent Arbeitslosigkeit in zehn Jahren. Die Prognose der Wirtschaftsexperten für Sachsen-Anhalt klingt verheißungsvoll. Noch vor Jahren litt das Land unter Massenarbeitslosigkeit. Der spürbare Rückgang schon in den vergangenen Jahren tut den Bürgern nicht nur wirtschaftlich, sondern auch mental gut. Das Image als Träger der roten Laterne wird abgestreift.
Die Entwicklung verschleiert allerdings auch die kommenden Herausforderungen. Der deutliche Schwund an Arbeitslosen geht in erster Linie auf eine alternde Gesellschaft zurück - nicht auf eine prosperierende Wirtschaft. Weniger junge Menschen bedeutet auch weniger Fachkräfte und weniger potenzielle Unternehmer. Dies kann fataler sein als Arbeitslosigkeit. Wirtschaft lebt von Dynamik. Bleibt diese aus, hübscht die demografische Entwicklung nur kurze Zeit die Statistik auf.
Für die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt wird es daher in den nächsten Jahren überlebenswichtig sein, neue Arbeitskräfte anzuziehen. Die Hochschulen können dazu einen Beitrag leisten. Zudem muss das Land attraktiver für ausländische Fachkräfte werden. Dies ist noch nicht bei jedem angekommen - zumindest mental.
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