Autoabgase: Unsinn

11.07.2012 22:49 Uhr | Aktualisiert 11.07.2012 23:30 Uhr
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Detlef Drewes

Detlef Drewes (FOTO: MZ)

Detlef Drewes hält die Umweltpolitik der EU hinsichtlich neuer Abgaswerte für ziemlich undurchsichtig.

Der Streit um die Autoabgase gehört zu den wenig erfreulichen Kapiteln der europäischen Klimaschutzpolitik. Ob Umweltzonen oder Berechnung der Grenzwerte für einzelne Hersteller - die Maßnahmen sind eher zufällig, willkürlich und mehr von dem Versuch getrieben, Aufmerksamkeit zu erregen, als Wirkung zu erzielen.

Dieses Muster behält der neue Vorstoß zur Senkung des CO2-Ausstoßes auf 95 Gramm pro Kilometer bei. Mehr noch: Der Unsinn wird verschärft. Denn warum die Berechnungsformel für schwere Fahrzeuge jetzt so korrigiert werden soll, dass die deutlich effizienteren Motoren weiter belastet werden, während Kleinwagen ihr Einsparpotenzial gar nicht ausschöpfen müssen, ist nicht zu verstehen.

Das Ergebnis wird in einer Verschiebung der Diskussion aus dem Ressort Klimaschutz in die Rubrik Industriepolitik sein, die natürlich am Ende siegen dürfte. Mit anderen Worten: Deutsche Autobauer müssen wieder darum kämpfen, nicht stärker belastet zu werden als die französische und italienische Konkurrenz.

So aber kommt man auf Dauer in Europa nicht wirklich weiter. Vor allem gegenüber dem Kunden nicht.

Kontakt zum Autor: Detlef Drewes