Alexander Schierholz. (FOTO: MZ)
Sachsen-Anhalts Autobahnen sind immer wieder für eine Überraschung gut: Betonkrebs. Blasen-Belag. Schlaglöcher. Und nun auch noch das: eine einsturzgefährdete Brücke. Der stress- und staugeplagte Autofahrer fragt sich: Wie konnte das passieren? Und was kommt als nächstes?
Deshalb ist es gut, dass das Land nun weitere Brücken ähnlichen Bautyps auf ihre Standfestigkeit hin untersuchen will. Das ist keine Panikmache, sondern eine Vorsichtsmaßnahme.
Man hätte erwarten können, dass der zuständige Verkehrsminister solche Maßnahmen verkündet und eine intensive Ursachenforschung ankündigt. Doch Thomas Webel hält sich damit nicht auf. Er diffamiert lieber Umweltschützer als Blockierer, weil sie die A 143 nicht wollen. Dabei übersieht Webel, dass die Planer aufgrund eines Gerichtsurteils nachbessern müssen. Das zu erstreiten, ist das gute Recht jedes Bürgers.
Man kann Webel nicht vorwerfen, dass er von eigenen Versäumnissen ablenken will. Schließlich war er noch nicht im Amt, als die diversen Autobahn-Pannen passierten. Aber dem Ernst der Lage wird der Minister mit seinen Äußerungen nicht gerecht. Dabei hätte er viel zu erklären.
Kontakt zum Autor:Alexander Schierholz