Bad Lauchstädt: Baustelle ohne Chef

08.08.2012 19:45 Uhr | Aktualisiert 08.08.2012 22:17 Uhr
Frank Czerwonn (FOTO: MZ) 
Frank Czerwonn meint, dass der Wechsel an der Spitze der Kuranlagen Bad Lauchstädt in einer gefährlichen Situation erfolgt.
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Halle (Saale)/MZ. 

Was immer letztlich René Schmidt bewogen hat, seinen Posten als Chef der Kuranlagen und des Goethe-Theaters Bad Lauchstädt so plötzlich aufzugeben - für das traditionsreiche Ensemble ist dies ein herber Schlag. Denn Schmidt war im gefährlichen Schlingerwasser der Umstrukturierung der Kapitän, der das Schiff auf Kurs gehalten hat. Er hat an dem Konzept für die Zukunft maßgeblich mitgearbeitet, hat versucht, Kürzungen, Modernisierung und Qualitätssicherung unter einen Hut zu bringen.

Doch noch ist nicht klar, wie die Kuranlagen sicher in die Zukunft kommen. Die Veränderungen haben erst begonnen. Sie sind ebenso eine Baustelle wie der gesperrte Kursaal, um dessen ausstehende Sanierung Schmidt kämpfte.

Hier geht also nicht einfach nur ein Chef, sondern der Mitinitiator und Umsetzer ganz entscheidender Veränderungen. Deshalb muss die Entscheidung über den Nachfolger zwar schnell fallen, aber auch mit großem Fingerspitzengefühlt. Denn wenn es dem künftigen Geschäftsführer nicht gelingt, die von Schmidt geknüpften Fäden aufzunehmen und weiterzuspinnen, ist ein einmaliges Kulturgut in Gefahr.

Den Autor erreichen Sie unter: frank.czerwonn@mz-web.de