Bernd Salzmann (FOTO: MZ)
Die Deutsche Post steigerte ihren Überschuss im ersten Quartal um 64 Prozent auf 533 Millionen Euro. Selbst die Briefsparte legte dank des wachsenden Paket-Geschäfts zu. Weil hierzulande immer mehr Menschen Produkte im Internet bestellen, kann die Post locker verkraften, dass der Briefversand mit den E-Mails Konkurrenz bekommen hat und leicht rückläufig ist. Ausgerechnet in dieser Situation setzt das Unternehmen das Thema Portoerhöhungen wieder auf die Tagesordnung. Die Kunden sind darüber zu Recht verärgert.
Schließlich ist die einstige Bundespost, an der die staatseigene KfW Bankengruppe im Auftrag Berlins noch immer 30,5 Prozent der Aktien hält, kein Betrieb wie jeder andere. Die Post profitiert auch heute noch von ihrem früheren Briefmonopol und diversen Exklusivrechten. Seit ihrer Privatisierung aber hat die Post das Filialnetz ausgedünnt, Niederlassungen in Partnerunternehmen wie McPaper verlegt und die Zahl der Briefkästen verringert. Wer zahlt da schon freiwillig mehr für Briefmarken?
Post-Finanzchef Larry Rosen wirbt mit dem Argument, dass das Porto seit vielen Jahren nicht gestiegen sei. Damit kommt er nicht durch.
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