Euro-Krise: Sonnenseite

14.08.2012 21:13 Uhr | Aktualisiert 15.08.2012 00:40 Uhr
Steffen Höhne (FOTO: MZ) 
Steffen Höhne meint, dass die Euro-Krise für deutsche Unternehmen noch kein Grund zum Jammern ist.
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Halle (Saale)/MZ. 

Bis vor Kurzem war es vor allem die Furcht, dass sich die Staatsschuldenkrise in Südeuropa negativ auf die Geschäfte der Unternehmen in Sachsen-Anhalt niederschlägt. Die hiesige Industrie hat die Euro-Krise nun erreicht. Um über neun Prozent gingen die Exporte in die Euro-Länder im ersten Halbjahr 2012 zurück.

Dies ist ein herber Einschnitt und Besserung ist nicht in Sicht. Eine schnelle Lösung des Schuldendebakels wird es aus heutiger Sicht nicht geben. Durch eine verfehlte Finanzpolitik und Immobilienblasen haben sich die Südländer über Jahre hinweg in die Krise gewirtschaftet, es wird auch Jahre dauern, bis sie wieder herauskommen. Ein immer wahrscheinlich werdender Austritt Griechenlands aus dem Euro könnte die Lage noch verschärfen.

Doch wie immer hat alles in der Wirtschaft zwei Seiten. Denn der schwache Euro hilft auch deutschen Firmen bei Exporten etwa nach Asien. Zudem sind italienische und spanische Firmen von der Rezession in ihren Ländern weitaus stärker betroffen. Durch Pleiten fallen deutschen Firmen sogar unverhofft Marktanteile zu. Führt man sich dies vor Augen, ist feststellen: Deutschland lebt auf der Sonnenseite.

Kontakt zum Autor: Steffen Höhne