Facebook: Schwierige Balance

27.07.2012 19:25 Uhr | Aktualisiert 27.07.2012 19:32 Uhr
Thorsten Schröder. (FOTO: MZ) 
Thorsten Schröder meint, dass Facebook die Gesetze der Börse noch verkennt und so Gefahr läuft, zu scheitern.
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Das Verhältnis zwischen Mark Zuckerberg und der New Yorker Finanzwelt gilt nicht erst als angespannt, seit der 28-Jährige vor dem Börsengang zu wichtigen Treffen im Kapuzenpulli erschien. Derzeit reden er und die Wall Street aneinander vorbei.

Facebook sieht sich noch immer als faszinierende Idee mit enormem Potenzial. Doch an der Börse zählen Emotionen wenig, sondern vor allem nackte Zahlen. Und hier liegt das Problem. Mit fast einer Milliarde Nutzern ist eine Verlangsamung des Wachstums unausweichlich. Jetzt geht es vor allem darum, die Nutzer zu halten und ihre Anwesenheit in Geld umzuwandeln. Das ist ein Balanceakt, denn das Netzwerk läuft Gefahr, seine Mitglieder auf der Suche nach Profit zu verschrecken.

Doch auch die Geduld der Anleger hat - vor allem angesichts der noch immer hohen Bewertung - ihre Grenzen. Die Wall Street braucht dringend einen Ausblick, wie es mit dem Netzwerk weitergeht. Am Donnerstag verzichtete das Führungsteam darauf fast gänzlich. Und Mark Zuckerberg schien wenig Lust zu haben, das Verhältnis zu verbessern. Diese Attitüde muss Facebook ablegen. Sonst wird aus dem vermeintlichen Börsenstar ein Albtraum.

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