Fachkräftemangel: Verpasst

23.05.2012 21:47 Uhr | Aktualisiert 23.05.2012 21:57 Uhr
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Eckhard Jäckel

Eckhard Jäckel (FOTO: MZ)

Eckhard Jäckel sieht auch die Wirtschaft in der Verantwortung für den Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern.

Überrascht muss eigentlich niemand sein. Deutschland gehen die Fachkräfte aus. Ingenieure und Naturwissenschaftler sind heiß begehrt, doch die Absolventen entsprechender Studienrichtungen fehlen. Das Problem wird sich mit den geburtenschwachen Jahrgängen noch verschärfen und trifft die Wirtschaft ins Mark.

Der Exportnation Deutschland fehlt dann nämlich genau das, was ihre Stärke ausmacht: Wissenschaftler, Erfinder und Techniker, die den technologischen Vorsprung sichern, der andere unsere Produkte kaufen lässt.

Die Gründe für das Dilemma sind vielschichtig. Die Demografie spielt dabei nur eine Rolle. Weit schwerer wiegt aber, dassdie Berufsorientierung in den Schulen zu wenig auf diese auch nach Verdienst und Karrierechancen attraktiven Gebiete lenkt. Ebenso ist eine Scheu vor den harten Anforderungen solcher Studiengänge nicht von der Hand zu weisen. Vielleicht aber hat auch die Wirtschaft zu spät erkannt, dass der Kampf um die besten Köpfe nicht erst nach Studienabschluss beginnt.

Inzwischen gibt es viele gute Ansätze, den Berufsnachwuchs früh zu interessieren - von Messen über Praktika bis zu Stipendien. Doch das braucht Zeit, ehe es Früchte trägt.

Kontakt zum Autor:Eckhard Jäckel