Fan-Probleme: Grenzen setzen

17.05.2012 21:51 Uhr | Aktualisiert 17.05.2012 22:48 Uhr
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Christian Elsaeßer

Christian Elsaeßer (FOTO: MZ)

Christian Elsaeßer sieht in den Vorfällen von Düsseldorf eine neue Dimension der Fan-Probleme im deutschen Fußball.

Streng genommen ist es völlig unwichtig, zu welchem Urteil das DFB-Gericht in Sachen Relegationsspiel Düsseldorf gegen Berlin heute kommt. Es wird Unmut hinterlassen, weil beide Seiten durchaus gute Argumente haben. Warum ein Spiel nachholen, das gar nicht abgebrochen wurde? Warum ein Spiel werten, wenn Fans irreguläre Bedingungen schaffen - etwa indem sie vor dem Ende den Rasen zerpflücken?

Die eigentliche Tragweite des Falls aber liegt ohnehin auf einer anderen Ebene. Zum ersten Mal nämlich waren es nicht einige wenige Idioten, die für Chaos gesorgt haben, es waren die echten Fans. Zwar nicht gewalttätig, aber in einem wesentlichen Punkt auch nicht von Gewaltbereiten zu unterscheiden: Sie hatten in ihren Emotionen ihr Handeln nicht unter Kontrolle.

Genau diese Entwicklung muss dem DFB Sorgen bereiten. Wenn in der Emotion Grenzen überschritten werden, müssen eben diese Emotionen kontrollierbar gemacht werden, etwa durch ein Stehplatz-Verbot. Das will niemand. Doch die Fans selber liefern inzwischen leider die Argumente dafür.

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