Christoph Karpe (FOTO: MZ)
Überraschen konnten die Ergebnisse nicht. Nein zu Pyrotechnik, Ja zu Stehplätzen, Stadionverbote bis zu zehn Jahren und mehr Geld für Fanprojekte - das sind die wichtigsten Beschlüsse des Fußball-Sicherheitsgipfels in Berlin. Die Botschaft: Weil Gewalt und Fankultur aber auch gar nichts miteinander zu tun haben, müssen Randalierer aus den Stadien verbannt werden.
Schön und gut. Politik und 53 Klubs - nur Union Berlin fehlte bei der "Akklamationsveranstaltung" - sind sich einig. Und nach 13 schwerwiegenden Vorfällen in der vergangenen Saison allein in der ersten Liga, bestand dringender Handlungsbedarf.
Erreicht das Zeichen der Entschlossenheit aber auch alle Fans? Das darf bezweifelt werden. Ultras, die vehement für die Legalisierung von Pyrotechnik plädieren, werden auch künftig Bengalos zünden. Die Drohung, deswegen irgendwann doch die Stehplätze abzuschaffen, dürfte sie nicht abhalten.
Und so werden Klubs weiterhin bittere Strafen zahlen oder vor Geisterkulissen kicken. Es sei denn, der Selbsterziehungs-Prozess der Fans schreitet weiter voran. Diese müssen verinnerlichen: Noch drastischere Sanktionen treffen ihren Lieblings-Vereinen existenziell.
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