Hartmut Augustin (FOTO: MZ)
Beim Thema neuer Hauptstadtflughafen hat sich kein Politiker mit Ruhm bekleckert. Das trifft zuerst auf den Regierenden Bürgermeister Berlins und auf den Brandenburger Ministerpräsidenten zu. Beide haben - als Chef und Vizechef des Aufsichtsrates - nicht gut genug hingeschaut, bei dem, was vor ihrer Haustür passiert.
Alle reden jetzt davon, dass die Eröffnung des Airports von Juni 2012 auf März 2013 vertagt worden ist. Tatsächlich sollten dort schon im November 2011 die Flugzeuge abheben. So sah es der ursprüngliche Plan vor. Der war schon schiefgegangen.
Nun will der Bundesverkehrsminister eine Sonderkommission einsetzen, die die Start- und Landezeiten auf den Flughäfen Tegel und Schönefeld für die kommenden Monate koordinieren soll.
Nun, beruhigend ist das nicht. Im Gegenteil, es scheint abgehoben. Schließlich ist die Bundesregierung im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft mit einem Staatssekretär angemessen vertreten. Und der muss sich genauso vorwerfen lassen, für die Probleme nicht sensibel genug gewesen zu sein.
Sich jetzt als eine Art Retter in der Not aufzuspielen, dafür gibt es nun überhaupt keinen Grund.
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