Alexander Schierholz. (FOTO: MZ)
Die gute Nachricht: In Sachsen-Anhalt steht man nicht im Stau auf der Datenautobahn. Die schlechte Nachricht: Es gibt so gut wie keine Datenautobahn im Land. Der Anteil der Hochleistungsnetze mit einer Übertragungsrate von 50 Megabit aufwärts für schnelles Internet liegt bei weniger als sieben Prozent. Der Rest: Kreisstraßen.
Seit Jahren verkündet das Land, das ändern zu wollen. Seit Jahren wird nicht so recht etwas daraus. Auch Zuschüsse für den Bau von Rohren für Glasfaserkabel werden es wohl nicht richten können. Denn was nützt die schönste Förderung, wenn die Kommunen sie nicht nutzen?
Das Programm krankt nicht nur daran, dass Städte und Gemeinden ihre Eigenanteile häufig nicht aufbringen können. Problematischer noch: Es bietet keine Gewähr, dass schnelles Internet am Ende wirklich kommt. Ein Rohr allein ist keine Garantie dafür, dass die Telekom dort ein Kabel legt. Das wird sie nur tun, wenn die Investition sich für sie rechnet. Genau daran ist bisher oft der Anschluss kleiner Dörfer gescheitert.
Solange das Land den Netz-Ausbau weiterhin so halbherzig und unausgegoren betreibt wie bisher, wird sich das leider nicht ändern.
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