Daniel Baumann (FOTO: MZ)
Richtig viel Geld legt der Bad Homburger Gesundheitskonzern Fresenius auf den Tisch. Damit will er die Rhön Klinikum AG kaufen, um sie dann mit seiner eigenen Krankenhaussparte Helios zu verschmelzen. Das ist eine frohe Botschaft für alle Gegner von Krankenhausprivatisierungen.
Seit Mitte der 90er Jahren sind immer mehr öffentliche Häuser in private Trägerschaft gewechselt und ganze Klinikketten entstanden. Zuletzt aber gelangen ihnen Zukäufe nur noch in geringem Umfang. Das hat mit dem teils erbitterten Widerstand der Bevölkerung zu tun, wenn sich ein privater Betreiber anschickt, "ihre" Klinik zu kaufen. Das hat aber auch damit zu tun, dass öffentliche Kliniken und Kommunen umgedacht haben.
Viele öffentliche Häuser haben enorme Fortschritte im effizienten Management gemacht. Und wenn eine Klinik doch in finanzielle Schieflage gerät, ist nicht mehr der Verkauf an einen Privatinvestor die logische Folge. Häufiger wird versucht, die Klinik selbst zu sanieren. Hier hat man von den Privaten gelernt. Für die Konzerne bedeutet das, dass sie ihre hohen Wachstumsziele derzeit nur erreichen können, wenn sie sich gegenseitig aufkaufen. Deshalb braucht Fresenius die Rhön-Kliniken.
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