Andreas Montag (FOTO: MZ)
Man muss ja nicht gleich Royalist sein, um sich mit den Bürgerinnen und Bürgern von Oranienbaum über den hohen Besuch im Schloss zu freuen. Denn zweifellos hat die Visite von Königin Beatrix der Niederlande, die auf den Spuren ihrer Vorfahren unterwegs war und die Ausstellung "Dutch Design" eröffnete, sowohl der kleinen Stadt als auch dem Land Sachsen-Anhalt gut getan.
Ein solcher Besuch zieht wohlwollende Aufmerksamkeit nach sich, die der Region gewiss zum Vorteil gereicht. Damit wird zugleich das jahrelange Bemühen um Schloss und Park gewürdigt, die Anlage hat sich mit Hilfe öffentlicher Mittel und durch liebevolles Engagement zu einem Anziehungspunkt entwickelt, den man gern auch mit Freunden besucht.
Wie sehr der Königin die historisch verwurzelte Bindung an diesen Ort eine Herzensangelegenheit bedeuten muss, erklärt sich angesichts der aktuellen Umstände: Sowohl private Sorgen um ihren verunglückten Sohn Johan Friso als auch die Regierungskrise in den Niederlanden wären gute Gründe gewesen, den Besuch abzusagen. Dass die Monarchin dennoch nach Oranienbaum kam, verleiht ihrem Auftritt noch besonderen Wert.
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