Bärbel Böttcher (FOTO: MZ)
Gesundheit ist ein teures Gut. Für tausende Sachsen-Anhalter offenbar ein zu teures. Sie stehen bei den gesetzlichen Krankenkassen mit mehr oder weniger hohen Beträgen in der Kreide. Und meist sind es Menschen, die tatsächlich nicht zahlen können - beispielsweise Selbstständige, die mit ihren Einnahmen gerade so über die Runden kommen.
Als die Bundesregierung im April 2007 die Versicherungspflicht eingeführt hat, ist das als eine große Errungenschaft gefeiert worden. Und das ist es auch. Kaum ein anderer Staat auf dieser Erde hat eine so umfassende Absicherung für den Krankheitsfall wie die Bundesrepublik. Nur ist es damals offenbar versäumt worden, sich tiefgründig Gedanken über diejenigen zu machen, deren Einkommen zu schmal ist, um die Beiträge auch zu bezahlen. Viele können das nicht. Und deshalb gibt es - nebenbei bemerkt - neben den Nichtzahlern auch noch immer viele Unversicherte.
Den Schwarzen Peter haben nun jetzt die gesetzlichen Krankenkassen. Sie müssen das Geld der Säumigen eintreiben. Aber Aufgabe der Politik ist es, Lösungen zu finden, damit der politische Wille, jeden Bürger zu versichern, auch Realität werden kann.
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