Damir Fras (FOTO: MZ)
Aus und vorbei: Der Plan des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan, die Gewalt in Syrien durch die Anwesenheit von 300 Beobachtern einzudämmen oder gar zu stoppen, ist nicht aufgegangen. Das Massaker in Hula bestätigt: Weder zeigt das syrische Regime Interesse daran, die Waffen schweigen zu lassen, noch lässt sich die Anti-Assad-Bewegung beeindrucken.
Ist die Diplomatie am Ende? Noch nicht. Moskau alleine, so scheint es, hat es in der Hand, Assad zu überzeugen, von der Gewalt gegen die Zivilbevölkerung zu lassen. Es ist schon bemerkenswert, dass Russlands Außenminister Sergej Lawrow jetzt erklärt hat, seiner Regierung komme es nicht darauf an, wer in Damaskus regiere, wenn nur die Gewalt ein Ende habe. Dem müssten jetzt nur noch Taten folgen. Ein Stopp der russischen Waffenlieferungen an Damaskus wäre ein Anfang.
Russland muss das Gefühl bekommen, dass es sehr wohl weiterhin Einfluss auf Syrien haben kann, selbst wenn sein treuer Vasall Assad nicht mehr an der Macht ist. Das ist die Aufgabe der internationalen Gemeinschaft. Es ist vielleicht die letzte Chance, um zu verhindern, dass sich Massaker wie in Hula wiederholen.
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