Detlef Drewes (FOTO: MZ)
Europas Kontrolleure schlagen jeden Tag zu. Ob es der Kleinkinderschuh ist, dessen Riemen viel zu leicht reißen. Oder der Sicherheitsgurt in einem französischen Pkw, der im Ernstfall den Dienst versagt. Die nach wie vor hohe Zahl der beschlagnahmten Produkte mag verunsichern. Aber sie ist auch ein Zeichen dafür, dass die Überwacher ganze Arbeit leisten. Und dass die Unterhändler der Europäischen Kommission in vielen Lieferländen wie China und Indien klar gemacht haben: Ihr müsst eure Qualität verbessern, sonst kommt ihr bei uns nicht auf die Ladentheke.
Sicherlich kann und muss die Wirkungsweise des Schnellwarnsystems noch durch größere Effizienz der beteiligten Behörden verbessert werden. Auch die Beteiligung der EU-Familienmitglieder lässt in einigen Bereichen noch sehr zu wünschen übrig. Aber Rapex ist - acht Jahre nach seiner Gründung - zu einem erfolgreichen Mittel des Verbraucherschutzes geworden. Europa hat mit der Richtlinie über Produktsicherheit zweifellos Maßstäbe gesetzt. Die Qualität der Waren, die es bis ins Verkaufsregal schaffen, hat zugenommen. Diesen Trend gilt es zu verstärken. Denn Verbraucherschutz ist ein sehr hohes Gut.
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