Peter Hahne. (FOTO: MZ)
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liegt mit ihren Rentenempfehlungen völlig daneben. Um der drohenden Altersarmut Herr zu werden, soll die private Altersvorsorge noch weiter ausgebaut, am besten sogar obligatorisch werden.
Das ist bemerkenswert. Hat die OECD nicht registriert, dass zehn Jahre Riester-Rente vor allem ein Konjunkturprogramm für die Versicherungswirtschaft waren? Dass die Renditen für die Kleinsparer sagenhaft mager, die Bürokratie erbärmlich, das Melken der Steuerzahler für die Finanzierung der staatlichen Zuschüsse indes Legende sind? Alles spricht dafür, dass ein großer Teil der Steuergelder nicht auf das Konto der Sparer, sondern in Kassen von Assekuranzen, obskuren Finanzdienstleistern und in Beraterverträge für frühere Politiker fließt.
Ohne üppige Staatszuschüsse wäre die Riester-Rente ein Ladenhüter. So aber hilft der Steuerzahler den Anbietern, schlechte Produkte besser unters Volk zu bringen. Im Vergleich dazu schneidet die staatliche Umlagekasse blendend ab. Die OECD macht sich so zum Handlanger wirtschaftlicher Interessen. Unabhängige Politikberatung sieht anders aus.
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