Schmerzmittel: Keine Bonbons

26.06.2012 22:05 Uhr | Aktualisiert 26.06.2012 22:21 Uhr
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Anne Brüning

Anne Brüning (FOTO: MZ)

Anne Brüning begrüßt, dass Großpackungen von Schmerzmitteln künftig rezeptpflichtig sind.

Hoffentlich trifft die geplante strengere Rezeptpflicht für Schmerzmittel die Richtigen. Zum Beispiel diejenigen, die ihre Kopf- oder Rückenschmerzen dauernd mit Pillen bekämpfen, ohne über Alternativen nachzudenken. Oder diejenigen, die glauben, Aspirin, Ibuprofen und Co. sind so harmlos wie Hustenbonbons.

Es ist einiges erreicht, wenn diese Bequemen und Gedankenlosen in der Apotheke künftig nicht mehr einfach die günstige 50er-Packung "ihrer" Schmerztabletten kaufen können. Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht schlägt zu Recht vor: Schmerzmittel-Großverbraucher müssen künftig bei ihrem Arzt um ein Rezept bitten. Klar, besonders Gewiefte können Apotheken-Hopping betreiben und sich ihre Monatsration so zusammenklauben. Aber das ist auf Dauer doch mühsam. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass das Signal ankommt: Aspirin, Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen sind alles andere als harmlos.

Wie wäre es mit diesem Rezept: Entspannung, Sport, ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung. So kann man auch gegen Kopfschmerzattacken vorgehen. Klingt unbequem, ist aber nicht riskant.

Kontakt zur Autorin:Anne Brüning