Solarfirmen: Rette sich, wer kann

02.07.2012 22:03 Uhr | Aktualisiert 02.07.2012 22:24 Uhr
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Steffen Höhne

Steffen Höhne (FOTO: MZ)

Steffen Höhne meint, dass die Mehrzahl der deutschen Solarfirmen bald in asiatischem Besitz sein wird.

Für die Q-Cells-Mitarbeiter und die Region Anhalt-Bitterfeld gibt es gute Nachrichten: Auch in der Insolvenz laufen die Geschäfte beim einst größten Solarzellen-Hersteller der Welt noch so gut, dass er die Löhne künftig selbst zahlen kann, ohne Entlassungen vornehmen zu müssen. Zudem gibt es namhafte Investoren, die eine Übernahme prüfen. Der südkoreanische Konzern Hanwha machte sein Offerte öffentlich.

So chancenlos, wie einige Experten die deutsche Solarindustrie darstellen, kann sie demnach nicht sein. Ansonsten gebe es kaum Interessenten. Zuletzt hat schon die Q-Cells-Tochter Solibro mit dem chinesischen Konzern Hanergy eine neue Mutter bekommen. Vieles deutet darauf hin, dass auch Q-Cells Teil eines asiatischen Unternehmens wird.

Der Traum vieler Politiker und Ökonomen mit den Solar-Unternehmen eine ganz neue Industrie in Ostdeutschland zu etablieren, die hier ihre Forschung und Konzernsitze hat, dürfte damit allerdings auch ausgeträumt sein. Von Überlegungen durch vorübergehende Staatsbeteiligungen oder Schutzzölle die Eigenständigkeit der Solar-Firmen zu sichern, ist nichts mehr zu hören. Für die Solarfirmen gilt nur die Devise: Rette sich, wer kann.

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