Steffen Höhne (FOTO: MZ)
Wir bieten den Chinesen Paroli. Es waren starke Worte, die Sovello-Chef Reiner Beutel noch Anfang des Jahres von sich gab. Damit war auch die Hoffnung verbunden, dass es einem großen deutschen Hersteller gelingt, durch eigene Technologien den starken Wettbewerbern aus China stand zu halten. Jetzt sieht die Realität anders aus. Der Solarmodul-Hersteller fährt massiv die Produktion zurück - wegen fehlender Finanzmittel droht nun möglicherweise die Insolvenz.
Es ist ein weiterer gewaltiger Nackenschlag für das Solar Valley in Bitterfeld-Wolfen. Die Solarindustrie hat in der gebeutelten Chemieregion in den vergangenen Jahren rund 3 000 Arbeitsplätze geschaffen. Durch die Pleite von Q-Cells und die Schwierigkeiten bei Sovello steht die gesamte Entwicklung auf dem Spiel.
Die geplante Absenkung der Solarförderung in Deutschland hat die negative Entwicklung vielleicht beschleunigt, aber nicht verursacht. Das Grundübel ist, dass asiatische Solarfirmen - mit mehr Finanzmacht ausgestattet - deutlich billiger produzieren. Deutsche Hersteller können sich nur durch technologischen Vorsprung behaupten. Doch dies gelingt immer wenigeren Unternehmen.
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