Stadion in Halle und Thermalbad in Thale: Vorwürfe wiegen schwer

14.05.2012 19:55 Uhr | Aktualisiert 14.05.2012 21:48 Uhr
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Walter Zöller

Walter Zöller (FOTO: MZ)

Walter Zöller warnt davor, die Kritik des Landesrechnungshofs einfach zur Seite zu wischen.

Das passt so gar nicht in die Euphorie: Während Fußballfans dem Aufstieg des Halleschen FC in die dritte Liga entgegenfiebern und das neue Stadion als Prachtbau feiern, tritt Landesrechnungshofpräsident Ralf Seibicke auf die Spaßbremse: Er stellt den Stadionneubau in Frage.

Ähnlich kritisch fällt das Urteil der Prüfbehörde zum Bau des Thermalbads in Thale aus. Seibicke gibt damit zwei Großprojekten miserable Noten, die als Leuchttürme für die Region gedacht sind. Ist er nur ein Stänkerer, der krampfhaft das Haar in der Suppe sucht? Nein. Denn in den Entwürfen der Prüfberichte stehen neben Kleinigkeiten auch gravierende Beanstandungen. Der Vorwurf, die Auftragsvergabe für den Stadionbau sei rechtswidrig, ist beispielsweise massiv. Und das gilt auch für die Behauptung, das wirtschaftliche Risiko des Thermalbadprojekts sei immens und müsse größtenteils von der Stadt Thale getragen werden.

Nun sind die beteiligten Städte und Ministerien am Zug. Sie müssen in ihren Antworten an Seibicke nachweisen, dass sie sich an Gesetze halten und kein Geld verschwenden. Denn der Zweck heiligt nicht jedes Mittel - so schön Stadion und Thermalbad auch sein mögen.

Kontakt zum Autor: Walter Zöller