Telefon-Gestz: Ein Lichtblick

09.05.2012 20:53 Uhr | Aktualisiert 09.05.2012 21:25 Uhr
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Kerstin Metze

Kerstin Metze (FOTO: MZ)

Kerstin Metze ist skeptisch, ob ein Gesetz den nahtlosen Wechsel von einem Telefonanbieter zum anderen durchsetzen kann.

Tagelang ohne Telefon und Internet - eine gruselige Erfahrung, die bei Anbieterwechsel, Umzug oder Rufnummernänderung viele Menschen nervt. Nun soll es so etwas nicht mehr geben. Seit heute verbietet ein Gesetz allen Telekommunikationsanbietern, ihre Kunden länger als einen Tag ohne Anschluss dastehen zu lassen. Es ist genau festgelegt, wer wann abklemmen darf und welche technischen Voraussetzungen zuvor erfüllt sein müssen.

Das klingt gut. Allerdings ist Skepsis angebracht: Kann ein Gesetzespapier retten, was bislang in der Praxis nicht funktioniert hat? Denn das Versprechen, der Telefonanbieter-Wechsel klappe nahtlos, gab es auch bis heute schon. Ohne das hätte sich wohl kaum jemand auf einen Vertrag eingelassen. Aber es hakte hier und haperte da.

So gesehen ist von dem neuen Telekommunikationsgesetz nicht von heute auf morgen der Himmel auf Erden zu erwarten. Zumal es eine Reihe von Fußnoten und Übergangsfristen gibt. Aber ein Lichtblick sind die verbraucherfreundlichen Regeln allemal. Anbieter, die sie ohne Wenn und Aber einhalten, dürften im harten Wettbewerb um Telefon- und Internetkunden die Nase vorn haben.

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