Es wurde das Schlimmste befürchtet, doch am Ende blieb zumindest am Montag das große Verkehrschaos rund um Merseburg aus. Die beiden von der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) für Montag angekündigten Großbaustellen auf der Bundesstraße 181 nach Günthersdorf und 91 zwischen Schkopau und Merseburg-Nord verursachten zunächst keine größeren Probleme.
Bereits etwas früher als geplant war die B 181 ab Nachmittag in Wallendorf für den Verkehr dicht. Autos, Linienbusse und Lastwagen rollten fortan über die schon vor Wochen ausgewiesenen Umleitungen L 183 und 184 über Wüsteneutzsch oder Bad Dürrenberg.
In den Ausbau der L 184 für den Schwerlastverkehr waren rund 450 000 Euro investiert worden. Erst am Montagmittag war die Strecke Wallendorf-Schladebach schließlich freigegeben worden. Als bereits die ersten von der B 181 umgeleiteten Fahrzeuge über die neue Straße rollten, erledigten Arbeiter noch eifrig letzte Handgriffe wie Markierungen oder die Montage von Verkehrsschildern.
Zu größeren Staus kam es bis zum frühen Abend auf der Umleitungsstrecke nicht. Wartezeiten mussten Autofahrer lediglich an einer provisorischen Ampel an einer engen Links-Rechts-Kurve am Abzweig nach Wüsteneutzsch in Kauf nehmen, Anwohner - etwa in Trebnitz - mit weitaus mehr Verkehr rechnen. Zudem gibt es Engstellen, die nur von einem Fahrzeug befahren werden können - der Gegenverkehr muss solange warten.
Bis November soll der Bau komplett abgeschlossen sein. Am Montagnachmittag waren jedoch noch keine Baufahrzeuge vor Ort, um mit den Arbeiten zu beginnen. Diese wurden nötig, weil der Straßendamm wegen der Dauerbelastung von rund 20 000 Fahrzeugen täglich instabil geworden war. In die Reparatur des 745 Meter langen Abschnitts fließen 1,1 Millionen Euro. Hinzu kämen Kosten für eventuell anfallende Reparaturen an den Landesstraßen, die nun als Ausweichstrecke genutzt werden.
Auf der B 91 ließen die angekündigten Einschränkungen am Montag unterdessen auf sich warten, da die Vorbereitungen für die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind.