Bergbaugebiet: Investoren warten auf den Startschuss
14.05.2012 18:25 Uhr
| Aktualisiert 14.05.2012 18:59 Uhr
Das Geiseltal ist ein altes Bergbaugebiet. Schon 1698 wurde der Braunkohleabbau erstmals urkundlich erwähnt. 1993 wurde die Kohleförderung eingestellt. Zehn Jahre später, am 30. Juni 2003, begann die Flutung der Grube mit Wasser aus der Saale. Am 29. April 2011 hatte das Gewässer den vorgesehenen Endwasserstand von 98 Meter über dem Meeresspiegel erreicht. Entstanden ist Deutschlands größter künstlicher See. Er überdeckt eine Fläche von 1 842 Hektar und ist durchschnittlich 50 Meter tief.
braunsbedra/MZ.
In die Sanierung des Bergbaugeländes und in die Flutung sind rund 350 Millionen Euro geflossen. Auch die Anrainerstädte haben bereits kräftig investiert. In Mücheln etwa ist eine Marina entstanden. In den Aufbau der Infrastruktur wurden etwa 8,5 Millionen Euro gesteckt. Auch private Geschäftsleute haben investiert. Unter anderem ist ein Campingplatz geplant. Segelschulen stehen in der Warteschlange. Auf dem Geiseltalsee soll es zudem Ausflüge mit einem Schiff geben, das derzeit noch auf dem benachbarten Runstedter See kreuzt.