Chemiekonzern: Dow baut Folien-Werk für Solarmodule

31.05.2012 13:32 Uhr | Aktualisiert 31.05.2012 21:08 Uhr
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Chemieanlagen

Chemieanlagen wie bei Dow (Schkopau) sind wieder ausgelastet. (FOTO: WÖLK)

Trotz der derzeitigen Krise in der Solarindustrie setzt das Chemieunternehmen Dow auf die Zukunft der Branche: Im Werk Schkopau ist am Donnerstag der Grundstein für eine Anlage zur Herstellung von neuartigen Spezialfolien für Solarmodule gelegt worden.
Schkopau/dpa/MZ/STH. 

Trotz der Krise in der Solarindustrie setzt das US-Chemieunternehmen Dow auf die Zukunft der Branche: Im Werk Schkopau ist gestern der Grundstein für eine Anlage zur Herstellung von neuartigen Spezialfolien für Solarmodule gelegt worden. Sie soll Ende 2012 fertig sein, es entstehen 35 Arbeitsplätze, wie die Dow Olefinverbund GmbH mitteilte. „Mit dieser Investition stärken wir auch unsere Forschung und Produktentwicklung in einem Zukunftsmarkt“, sagte Ralf Brinkmann, Präsident von Dow in Deutschland. Nach MZ-Informationen wird ein zweistelliger Millionenbetrag investiert.

Mit den neuartigen Folien könnten in der Solarindustrie wesentlich energieeffizientere, langlebigere und kostengünstigere Photovoltaikmodule hergestellt werden, teilte das Unternehmen weiter mit. So seien bei Modulen mit herkömmlichen Folien bereits nach 2 000 Betriebsstunden Leistungsverluste messbar. Bei den in Schkopau gefertigten Folien sei hingegen auch nach 10 000 Stunden die volle Leistung gewährleistet.

Die Anlage in Schkopau (Saalekreis) ist eine von drei Anlagen, mit denen Dow derzeit weltweit seine Präsenz im Photovoltaik-Markt verstärkt. In den USA wurde 2010 die erste Anlage in Betrieb genommen, eine zweite entsteht in Thailand. Reiner Roghmann (Foto), Leiter der Dow-Werke in Mitteldeutschland, sieht mit der Investition die wichtige Bedeutung des Standortes innerhalb des internationalen Chemiekonzerns bestätigt: „Das Investment unterstreicht die Leistungsfähigkeit und die guten Rahmenbedingungen, die der Standort Schkopau aufweist.“ Dow ist derzeit an 17 Standorten in Deutschland tätig. Mit mehr als 5 400 Mitarbeitern ist Deutschland der größte Produktionsstandort außerhalb der USA.