Fünf Leute kennenlernen

13.06.2012 19:49 Uhr | Aktualisiert 13.06.2012 20:00 Uhr
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Christiane Kellner

Superintendentin Christiane Kellner. (FOTO: MZ)

Am 23. Juni treffen sich die evangelischen Christen des Kirchenkreises Merseburg in der Burg Querfurt. Freude schenken mit "Zeitlos".
Merseburg/Querfurt/MZ. 

Genau eine Woche nach dem Burgfest herrscht auf der Burg Querfurt wieder Trubel. Aus allen Richtungen zieht es Menschen auf die Anlage zwischen Dickem Heinrich, Pariser Turm und Südbastion. Am 23. Juni von 14 bis 19 Uhr treffen sich die evangelischen Christen des Kirchenkreises Merseburg zum Kreiskirchentag. Was da genau passiert, wollte MZ-Redakteurin Elke Jäger von Superintendentin Christiane Kellner wissen.

Kreiskirchentag - ist das nur etwas für Leute mit kirchlichem Hintergrund?

Kellner: Jein. Unser Kirchentag soll ein Ort der Begegnung sein zwischen Gruppen, Kreisen und Menschen, die sich der Kirche verbunden fühlen und ihr nahe stehen. Zum Abschluss gibt es einen Familiengottesdienst mit Abendmahl in der Burgkirche. Aber wir sperren das Gelände natürlich nicht ab. Jeder, der mit uns feiern will, ist herzlich willkommen an diesem Tag.

Wer kommt denn alles?

Kellner: Eingeladen sind alle Gemeinden zwischen Querfurt, Zöschen und Lützen. Wir haben schon lange vorher mehrere Busse organisiert und Mitfahrgelegenheiten angeboten. Es kommen aber auch Gruppen und Institutionen wie die Samariterherberge Horburg oder die Johannesschule. Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns untereinander einfach mal besser kennenlernen.

Dazu gibt es doch bestimmt viele Gelegenheiten.

Kellner: Ich glaube doch. Wir haben ein breitgefächertes Programm mit schönen Angeboten, darunter vielen zum Mitmachen für alle. Zum Beispiel das Circle-Singen, eine Spielstraße für die Kinder, eine Ausstellung mit Fotos von Kirchen oder das Improvisations-Theater. Auch bei Kaffee und Kuchen kommt man immer gut ins Gespräch und beides gehört selbstverständlich dazu.

Als Motto haben sie eine Liedzeile von Gerhard Schöne gewählt, die einen kulinarischen Touch hat. Weil man bei Festmahl an eine große Tafel mit vielen Menschen denkt?

Kellner: Ich finde unser Motto "So muss ein Festmahl sein, jeder bringt etwas ein" sehr schön. Das ist eine klare Botschaft an die Menschen, unter der sich eigentlich jeder etwas vorstellen kann. Und so soll es ja dann auch sein: Viele tragen zum Gelingen des Festes bei. Es gibt über die Burg verteilt 26 Stände, die ganz unterschiedlich sind.

Mit wie vielen Teilnehmern rechnen sie?

Kellner: Ich gehe mal von gut 500 Teilnehmern aus. Wenn es mehr werden, umso besser. Ich freue mich auf ein fröhliches Beisammensein und bin gespannt, wie das Miteinander der Generationen funktioniert.

Zum Kirchentag kann man für fünf Euro ein "Zeitlos" kaufen. Was verbirgt sich dahinter - eine Tombola?

Kellner: Wenn man so will - aber es ist wirklich eine ganz besondere Aktion. Wir haben viele Menschen gefunden, die bereit sind, anderen ihre Zeit zu schenken und eine Freude zu bereiten. Zum Beispiel mit einem Essen, einem Kuchen für eine besondere Gelegenheit, einem Angebot zum Rasenmähen oder einer Vorlesestunde.

Was wünschen Sie sich ganz persönlich vom Kreiskirchentag?

Kellner: Dass sich jeder vornimmt, auf dem Kirchentag auf der Burg vier bis fünf Menschen kennenzulernen, die man sonst nicht getroffen haben würde und die sich der Kirche verbunden fühlen.

Das Programm des Kreiskirchentages und weitere Informationen findet man im Internet.