Beim Studenten-Quiz hatte das Team «Campus 1» die Nase vorn und gewann eine X-Box 360. (FOTO: PETER WÖLK)
Ein Fass? Das hat am Donnerstag beim Campusfest an der Hochschule nicht gereicht. Da war es wohl doch gar nicht so schlecht, dass Rektor Jörg Kirbs seine Sportwette gegen Studenten zumindest ein wenig verloren hat. "Ich hatte um ein Fass Bier gewettet, dass es keine drei Studenten gibt, die mich im Bankdrücken mit Gewichten schlagen können", erzählt Kirbs der MZ. Drei haben es tatsächlich nicht geschafft, nur zwei.
Damit haben die Studenten zwar nicht gewonnen, aber der Rektor dafür ein bisschen verloren. "Nicht schlimm", schmunzelt Kirbs. "Ich will das Fass ja ausgeben." Zum Glück, denn die beiden Fässer mit Freibier und Freibrause, die der Studierendenrat ausgegeben hatte, waren bei der Hitze schnell ausgetrunken. Schließlich feierten mehrere hundert Studenten, Dozenten, Mitarbeiter und ehemalige Hochschulangehörige beim großen Fest im Innenhof des Hauptgebäudes.
Und dort gab es nicht nur Bands zu hören und Würstchen und Kuchen für die hungrigen Wissenschaftlergaumen - hier musste man sich auch richtig anstrengen. Beim Science Slam - also Wissenschaft mal ganz unterhaltsam - stiegen zum Beispiel drei Professoren in den Ring, um Euro-Krise, Klimakatastrophe und Caprolactam (Grundstoff für Perlon-Herstellung) auch Nichtauskennern zu erklären. Das Applausometer zeigte für Sieger Mathias Seitz übrigens 96,4 Dezibel an.
Doch auch die Studenten mussten ihre Hirne anstrengen. Beim Duell zwischen Team " Paranoia" und Team "Campus 1" gab es zwar keinen Fifty-fifty- oder Publikumsjoker, dafür konnten sich aber die je vier Teammitglieder gemeinsam für die richtige Antwort entscheiden auf Fragen wie: Wer war der Gründungskanzler der Hochschule? Bernd Janson. Wieviele Studiengänge gibt es in Merseburg? 23. Wann wurde die Hochschule gegründet? 1992. Oder welche sechs Studentenklubs gab oder gibt es? Oelgrube, Wecker, Wärmetauscher, Alchimistenfalle, Trichter, Reaktor.
Gegen 20.30 Uhr verzogen sich dann allerdings einige Feiernde in den Hörsaal 4, um das Deutschlandspiel zu sehen, und ließen es erst um 23 Uhr beim Feuerwerk wieder draußen krachen.