Merseburg: Ein Auto im freien Fall

07.06.2012 17:25 Uhr | Aktualisiert 07.06.2012 17:45 Uhr
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Carolin

Carolin kommt etwas gezeichnet aus dem Überschlagsimulator. (FOTO: PETER WÖLK)

Von Martin Walter
Auf den Parkplatz des Merse-Centers fielen am Donnerstag Autos hinab, jedoch nicht aus heiterem Himmel, sondern von einer Kranvorrichtung. Ziel dieser spektakulären Bruchlandungen war es, aufzuzeigen, was für Folgen ein Autounfall bei zirca 50 Stundenkilometern hat
merseburg/MZ. 

Auf den Parkplatz des Merse-Centers fielen am Donnerstag Autos hinab, jedoch nicht aus heiterem Himmel, sondern von einer Kranvorrichtung.

Ziel dieser spektakulären Bruchlandungen war es, den vielen Zuschauern aufzuzeigen, was für Folgen ein Autounfall bei zirca 50 Stundenkilometern hat, der Geschwindigkeit, die die Autos aus einer Höhe von zwölf Metern im freien Fall erreichten.

Auch sonst gab es beim zwölften Verkehrssicherheitstag viel zu lernen und zu entdecken. "Der Verkehrssicherheitstag findet jedes Jahr Anfang Juni statt und dient vorrangig dazu, um Fahranfänger zu sensibilisieren", erklärte Frank Pitzing. Der ehrenamtliche Mitarbeiter der Verkehrswacht Merseburg erklärte weiterhin: "Wir zeigen den jungen Menschen, welche Herausforderungen sie im Straßenverkehr erwarten und stellen mit diversen Simulationen dar, welche Kräfte dabei wirken".

So konnten die Besucher, unter denen zahlreiche Jugendliche waren, beispielsweise einen Überschlagsimulator testen, bei dem ein Auto um 360 Grad gedreht wurde, und so am eigenen Leib erfahren, wie sich solch eine Rolle anfühlt und wie man in dieser Situation am besten reagiert. Weiterhin konnten sie in einen sogenannten Gurtschlitten steigen, bei dem ein Zusammenstoß bei etwa 16 Stundenkilometern simuliert wird. Bei einem Reaktionstest wurde darüber hinaus die Schnelligkeit ermittelt, die die Probanden benötigten, um den Fuß vom Gaspedal auf die Bremse zu setzen. Ebenfalls sehr beliebt waren am Donnerstag die Tests mit speziellen Brillen, die einem das verschwommene Sichtfeld nach erhöhtem Alkoholkonsum vorgaukelten.

Auch die Polizei war mit allerhand Gerätschaften vor Ort. "Wir bieten Fahrradcodierungen an. Außerdem können sich die Leute in unseren Streifenwagen umsehen und wir erklären ihn beispielsweise die Blitzertechnik. Im Center-Inneren gibt es außerdem die Ausstellung zu besonders schweren Verkehrsunfällen", war von Kriminalkommissarin Sandra Wegewitz zu erfahren.

Auch Edda Pietsch, Lehrerin an der Albrecht-Dürer-Sekundarschule in Merseburg, war begeistert von dem Aktionstag. "Wir sind heute mit unseren achten bis zehnten Klassen hier, also über 120 Schülern", sagte sie und: "Ich bin zuständig für die Verkehrserziehung an unserer Schule. In diesem Rahmen ist der Verkehrssicherheitstag wie gemacht dafür".