Merseburg: Flugzeugabsturz als Großübung

07.05.2012 20:17 Uhr | Aktualisiert 07.05.2012 20:25 Uhr
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Großübungen

Bei einer der letzten Großübungen im Saalekreis wurde in Leuna ein Zugunfall nachgestellt. Jetzt wartet auf die Retter ein Flugzeugabsturz. (FOTO: PETER WÖLK)

Von Dirk Skrzypczak
Der Saalekreis probt den Ernstfall: Am Sonnabend wird der Zusammenstoß von zwei Flugzeugen über Merseburg simuliert. Ort des Geschehens ist zwischen 8 und 15 Uhr das Luftfahrt- und Technikmuseum im Airpark.
Merseburg/MZ. 

Der Saalekreis probt den Ernstfall: Am Sonnabend wird der Zusammenstoß von zwei Flugzeugen über Merseburg simuliert. Rund 730 Einsatzkräfte von Rettungsdiensten, Feuerwehr, Technischem Hilfswerkt und Polizei sind an der Großübung beteiligt. Ort des Geschehens ist zwischen 8 und 15 Uhr das Luftfahrt- und Technikmuseum im Airpark.

"Übungen wie diese sind unverzichtbar, um das Zusammenspiel von Behörden und Rettern zu testen", sagt Hartmut Handschak, zuständiger Dezernent der Kreisverwaltung. Der Test mache Sinn, obwohl alle Einsatzkräfte bereits informiert worden sind. "Die Einsatzkräfte werden mit unterschiedlichen Szenarien konfrontiert, die im Vorfeld nur wenige kennen. Wie ein Drehbuch lässt sich die Übung nicht abspulen. Selbst ich kenne nicht alle Details", so Handschak.

Der Saalekreis sei per Gesetz verpflichtet, regelmäßig Katastrophenfälle zu proben, um das Rettungspersonal schulen zu können. Vor vier Jahren wurde in Leuna ein Zugunfall nachgestellt. Jetzt ist es der Absturz von zwei Flugzeugen. Dazu werden 100 Statisten in das Programm eingebunden. Damit das Unglück möglichst echt wirkt, wird im Airpark mit Spezialeffekten gearbeitet. Maskenbildner richten die Opfer her. Schaulustige haben indes schlechte Karten. Der Bereich wird von einer Hundertschaft der Polizei abgeriegelt.

"Niemand muss sich sorgen, dass durch die Übung die Sicherheit leidet, weil etwa Feuerwehren und Ambulanzen in die Übung einbezogen sind", sagt Handschak.

Die Rettungswachen im Saalekreis seien ebenso besetzt wie die Feuerwehren und die Leitstelle. Das Carl-von-Basedow-Klinikum arbeite ebenfalls wie gewohnt.