Merseburg: Umzug auf Zeit für Kita «Benjamin Blümchen»

03.08.2012 19:57 Uhr | Aktualisiert 03.08.2012 20:13 Uhr
Axel Ritzer (l.) und Sven Unger vom Komplexbau Merseburg schachten den Waschraum aus, damit die Grundleitungen neu verlegt werden können. (FOTO: M. JUNGHANS) 
Von DIANA DÜNSCHEL
Die Krumpaer Kindertagesstätte "Benjamin Blümchen" ist umgezogen. Allerdings nur ein paar Meter weiter ins Haus der Begegnung und nur für wenige Monate, denn ihr eigentliches Domizil wird bis zum Herbst saniert.
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KRUMPA/MZ. 

Die Krumpaer Kindertagesstätte "Benjamin Blümchen" ist umgezogen. Allerdings nur ein paar Meter weiter und nur für wenige Monate.

Im Haus der Begegnung haben sich Kita-Leiterin Renate Fäth und ihr Team so gut es ging in zwei Räumen eingerichtet. Jede Gruppe hat ihren eigenen Bereich. Die Knirpse finden ihr Spielzeug und ihr gewohntes Mobiliar wieder. Wo die kurzen Ärmchen nicht bis zum Wasserhahn reichen, hilft eine Fußbank. Ohnehin halten sich die Erzieherinnen mit ihren Schützlingen bei dem tollen Sommerwetter viel im Freien auf. Und wenn der Herbst kommt, können alle wieder zurück in ihr dann energetisch saniertes Gebäude.

"Bis dahin ist vieles eine Frage der Absprache. Aber das klappt sehr gut. Unsere fast 50 Kinder aus Krippe, Kita und Hort bekommen dieselben Lern-Angebote wie immer und haben auch den gleichen Tagesablauf, ob es nun ums Spielen oder Essen geht", sagt Renate Fäth.

Die eigentliche Kita freilich haben die Bauleute jetzt erst einmal komplett in ihrer Hand. Keine zwei Wochen nach Start der Maßnahme ist der bisherige Waschraum nicht mehr wiederzuerkennen. Völlig entkernt und bis 40 Zentimeter unter dem bisherigen Fußboden ausgeschachtet, braucht es Fantasie, sich die neuen Waschbecken, Toiletten und die Windelspüle hier einmal vorzustellen. Auch die Wand zum benachbarten Zimmer musste abgerissen werden.

Dort zeigten sich bei Baubeginn unvermutet Risse, ist von Planerin Antje Bauer zu erfahren. Sie koordiniert das Projekt im Auftrag der Stadt Braunsbedra, dessen Ortsteil Krumpa ist. "Das Vorhaben kostet rund 250 000 Euro. Wir erhalten davon 200 000 Euro als Zuschuss vom Kreis", informiert Bauamtsmitarbeiterin Gabriele Schiller.

Ihr zufolge steht die Trockenlegung von Keller und Erdgeschoss im Mittelpunkt. Dazu müsse die Elektrik auch im Obergeschoss erneuert werden. Die Türen würden mit Sicherheitsglas ausgestattet. Die neuesten Brandschutzvorschriften müssten beachtet werden. Und natürlich gehe es um die Modernisierung der Sanitäranlagen angefangen von neuen Grundleitungen. Gleichzeitig werde der Waschraum aber auch mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Sei innen alles soweit wieder in Ordnung, erfolge die Trockenlegung von außen. Dann allerdings sind die Steppkes vom "Benjamin Blümchen" längst wieder eingezogen.

Ob die Sanierung später fortgeführt wird, hängt laut Gabriele Schiller von weiteren Fördermitteln ab, die man beantragen wolle.