Die deutsche Weinkönigin Annika Strebel griff zum Spaten. (FOTO: WÖLK)
Gleich fünf gekrönte Häupter verwandelten den malerischen Kapitelhausgarten des Merseburger Doms am Freitagnachmittag in einen Mini-Weinberg. Die Deutsche Weinkönigin Annika Strebel griff zum Spaten, um die erste von drei neuen Reben zu pflanzen - und mit kühlem Wein zu taufen. In ihrem Gefolge waren die Deutsche Weinprinzessin Elisabeth Born aus Höhnstedt, die Saale-Unstrut-Weinkönigin Lisa Blumenthal sowie die Weinprinzessinnen Maria Eigenwillig vom Geiseltal und Melissa Häßler (Höhnstedt).
Die Reben der weißen Sorte Solarius haben im Erbgut Riesling, Ruländer und Muskat-Ottonel und sollen die 1 000-jährige Weinbau-Tradition im Merseburger Land symbolisch fortsetzen. Denn die Rebpflanzung war zugleich die Eröffnung einer neuen Ausstellung in der Hofstube des Schlosses, die die hiesige Geschichte des köstlichen Rebensafts seit König Heinrich II. lebendig werden lässt. Der hatte in einer Urkunde von 1012 unter den Besitzungen der Kirche von Merseburg auch einen Weinberg aufgezählt. Die Schau schlägt den Bogen bis zu den neuen Lagen am Geiseltalsee.