Saalekreis: «Jeder ist ein Merseburger» bei der Stadtwette

10.06.2012 19:05 Uhr | Aktualisiert 10.06.2012 22:03 Uhr
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Merseburger

Bunt kostümiert zeigten die Merseburger die Geschichte ihrer Stadt. (FOTO: PETER WÖLK)

Von UNDINE FREYBERG
Viele haben sich angestrengt, damit es gelingt, damit mindestens 200 Merseburgerinnen und Merseburger als Ritter und Burgfräulein verkleidet zum Schlossfest "An der Saale hellem Strande" singen.
MERSEBURG/MZ. 

Ob das reicht? Schaffen wir die 200? Keiner konnte es vorher sagen. Doch viele haben sich angestrengt, damit es gelingt, damit mindestens 200 Merseburgerinnen und Merseburger als Ritter und Burgfräulein verkleidet zum Schlossfest "An der Saale hellem Strande" singen. "Wir haben extra noch Accessoires gebastelt, um auch die unvorbereiteten Gäste einzubeziehen", sagte Katleen Gröber, Regional-Chefin der Works. Und dann war plötzlich alles ganz leicht: Da trugen erwachsene Männer stolz Holzschwert und Ritter-Schild aus Pappe. Ganz junge, junge und nicht mehr ganz junge Damen ließen sich bereitwillig einen mittelalterlichen Haarschmuck aufs Haupt setzen.

"Ich singe mit, weil mein vierjähriger Neffe Colin Elias in die Kita 'Anne Frank' geht, die ja, wenn's klappt, ein Spielgerät bekommt", erzählt die 16-jährige Sophie Vogel der MZ und lässt sich einen kopfschmuck aufsetzen "Und ich singe mit, weil er natürlich auch mein Neffe ist und mir meine Schwester von der Wette erzählt hat", lächelt die 25-jährige Jacqueline Vogel, die die Nummer 118 trug. Auch Conny Wilde (32) und Steffen Meister (30) waren mit ihren Kindern Kiara Anastasia (2) und Kimi Luca (4) mit von der Party. Die alles entscheidende Nummer 200 bekam Silke Kupfer angeklebt. Allerdings kommt die 32-Jährige, die mit Töchterchen Jill (2) dabei war, gar nicht aus Merseburg. "Ich bin aus Leuna, aber für diese Wette ist doch jeder ein Merseburger, oder?!", meint die Leunaerin fröhlich.

Und am Ende hat es demzufolge natürlich gereicht, mehr als 200 Kinder und Erwachsene drängten sich am Samstag gegen 18.45 Uhr auf der großen Bühne im Schlosshof und sangen gemeinsam, was Kulturamtsleiter Michael George zuvor solo vorgesungen hatte: "An der Saale hellem Strande stehen Burgen stolz und kühn". Das bedeutete eine gewonnene Wette für Merseburg und seine Kinder - in diesem Jahr für die Kinder der Kita "Anne Frank", die vom Sanitätshaus Graf eine Spielwand gesponsert bekommen.

"Ich hoffe, dass wir diese junge Tradition der Stadtwette auch im nächsten Jahr fortsetzen können - von mir aus sehr gern", sagt Bernd Graf der MZ und bedankt sich bei allen die mitgemacht haben. "Schließlich sollen die Kinder dieser Stadt doch merken, dass wir Erwachsenen für sie da sind."

Neue Ideen für die nächste Schlossfestwette wird das Kulturamt der Stadt wieder ab Weihnachten sammeln.