Karin Eckert (oben links) und Angelika Rothe mit den Schnellrodaer «Feldmäuschen» auf dem Klettergerüst. (FOTO: PETER WÖLK)
Die "Feldmäuschen" sind erwachsen geworden. Wenn man 25 wird, kann man das getrost von sich behaupten. Dennoch ist das Jüngste der "Mäuschen", der kleine Marik, gerade mal ein Jahr alt.
Aber die Kindertagesstätte "Feldmäuschen" in Schnellroda ist 25 Jahre alt. "Weil wir damals so viele kleine Kinder hatten und die meisten Eltern nicht warten wollten, bis ihr Kind drei Jahre alt wurde und dann in den Kindergarten gehen konnte, hat die Gemeinde direkt neben dem Kindergarten eine Krippe gebaut", erinnert sich Angelika Rothe, die 1987 eine der drei Erzieherinnen war, die mit 18 Kindern in das Gebäude Einzug hielten. Und sie ist heute noch dabei.
Kurz nach der Wende zogen auch die Kindergartenkinder mit in das heutige "Feldmäuschen"-Heim. Es entstand die Kindertagesstätte, die anfangs mit rund 40 Knirpsen proppenvoll war. Das habe sich dann aber relativiert, denn die Zahl der Geburten sei Anfang und Mitte der 1990er Jahre ja ziemlich stark zurückgegangen, erzählt die heutige Leiterin der Einrichtung, Karin Eckert, die seit 17 Jahren in der Kita tätig ist.
Im Jahre 2000 wechselte die Gemeinde Schnellroda in die jetzige Verbandsgemeinde Weida-Land. Seitdem, so die Erzieherin, sei viel an der Gebäudesubstanz und auch darin gemacht worden. "Wir haben jetzt ringsum neue Fenster, teilweise neue Türen, neue Zimmerdecken und wir haben ein supermodernes kindgerechtes Bad", schwärmt Karin Eckert. Dafür waren die "Feldmäuschen" im vergangenen Jahr sogar für einige Zeit umgezogen in das Gebäude am Sportplatz. Als sie wieder einzogen, hatten sie ein rundum saniertes Bad.
"Wir müssen sowieso sagen, dass die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Steigra, zu der wir jetzt gehören, und der Verbandsgemeinde Weida-Land einfach prima funktioniert", sagt Karin Eckert. Ebenso die mit den Eltern, hakt Angelika Rothe ein. Und die mit Bauer Bernd Bollmann, der die "Mäuschen" zur Kartoffelernte ebenso einlädt wie in seine Ställe oder zu anderen landwirtschaftlichen Höhepunkten. "Wir unternehmen viele Exkursionen ins Umland", erzählt Frau Eckert.
Besonders gerne sind die derzeit 20 "Feldmäuschen" aber in ihrem Grünbereich. Ein wunderschöner Spielplatz mit tollen Geräten gehört dazu, ebenso ein Kräutergarten, wo auch Beeren und Wein wachsen. Daraus werden Saft und leckere Marmeladen gekocht. "Wir experimentieren auch einmal im Monat. Donnerstags gibt es ein gesundes Frühstück und einmal pro Woche musikalische Früherziehung mit der Musikschule Querfurt", zählt Angelika Rothe nur einige der Aktivitäten auf, die in der Kita so auf dem Plan stehen. Es gefalle den Kindern wohl, denn es komme oft Besuch von ehemaligen "Mäuschen". "Manche sind schon große Schulkinder", schmunzelt Karin Eckert. Aber sie schauen immer wieder mal rein. In einigen Wochen wird dann die zweite Generation Einzug halten. Dann kommt zum ersten Mal ein Kind eines der Kinder von vor 25 Jahren in die Einrichtung, in die auch der kleine Juri geht. Und dessen Oma Doris Willy (sie arbeitet in der Merseburger Hofschneiderei) hat den kleinen "Feldmäuschen" hübsche Kostüme genäht, die auch am Freitag, 4. Mai, sicherlich wieder zum Einsatz kommen, denn dann wird der 25. Geburtstag der Einrichtung mit einem großen Fest gefeiert. Ab 14 Uhr geht es rund mit einem bunten Programm, Zauberer, Hüpfburg, der Feuerwehr Albersroda sowie Kaffee und äußerst leckerem Kuchen, der von den Muttis und Omas natürlich selbst gebacken wird.