Saalekreis: Amazonen reiten auf dem Burgfest in Querfurt

17.06.2012 18:59 Uhr | Aktualisiert 17.06.2012 19:16 Uhr
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Burgfest

Zum ersten Mal beim Burgfest: Amazonen zeigen ihr Können im Burggraben. (FOTO: JUNGHANS)

Von regina retzlaff
Wenn im Burggraben in Querfurt die Amazonen ihre Pferde von der Schamanin heilen lassen, wenn sie tanzen, Äxte werfen, das Lasso schwingen oder mit ihren Pferden durch Feuer reiten - da müssen sie auf Publikum nicht lange warten.
querfurt/MZ. 

Mystische Musik zieht die Menschen magisch an. So ist es zumindest an diesem Wochenende immer wieder zu erleben. Wenn im Burggraben die Amazonen ihre Pferde von der Schamanin heilen lassen, wenn sie tanzen, Äxte werfen, das Lasso schwingen oder mit ihren Pferden durch Feuer reiten - da müssen sie auf Publikum nicht lange warten.

"Das ist mal was anderes als immer nur die Ritter", sagt Inge Müller, die mit ihren Enkeln Sarah und Nick aus dem benachbarten Kyffhäuserkreis nach Querfurt zum Burgfest gekommen ist. Eine halbe Stunde später sieht man sie jedoch am gleichen Ort wieder, um dieses Mal "Wenzels Ritterschaft" ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Naja, ohne Ritter wäre ein mittelalterliches Fest eben doch nicht rund, gesteht sie dann. Und die edlen Herren hoch zu Ross haben dann auch eine ganze Menge zu bieten, immer wieder "angetrieben" durch Paula Herolds freche Sprüche laufen sie zur Hochform auf.

Das tun oben auf dem Festgelände auch viele Künstler, die dafür sorgen, dass fast ununterbrochen musiziert, gefochten und gekämpft wurde. Mittendrin auch das Querfurter Musikvolk, eine Gruppe aus der Musikschule unter Leitung von Gerald Schmidt, oder die Gruppen "Furunkulus" und "Cantoris". Nick und Sarah haben ihre Oma inzwischen an den Stand von Maik Walter gezogen. Hier gibt es Holzspielzeug. "Wir kommen aus der Lausitz und sind zum ersten Mal hier auf dieser sehr schönen Burg", erzählt der Standbetreiber. Es gefalle ihnen sehr gut, nur abends, da sei in der Stadt ja wirklich gar nichts los. "Hier fehlt was fürs gesellige Beisammensein", sagt er und wendet sich der nächsten Kundschaft zu. Die hat sich schon entschieden. Ein Türschild fürs Kinderzimmer soll es sein. Aus Holz und handbemalt.

Die Nordthüringer sind inzwischen hungrig geworden. Es zieht sie an einen der Stände, von denen verführerischer Duft ausgeht. Sie entscheiden sich für eine deftige Bratwurst. Doch es bleibt nicht viel Zeit zum Verweilen, denn es gibt ja noch so viel zu entdecken. Zuerst die Feuershow, die Gaukler und dann gibt es auch noch die Handwerker...