Saalekreis: Blumige Paradiese gesucht

01.05.2012 18:37 Uhr | Aktualisiert 01.05.2012 21:53 Uhr
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Dagmar Perschke

Dagmar Perschke zwischen ihren Lieblingsrosen (FOTO: PRIVAT)

Von UNDINE FREYBERG
Autorin Dagmar Perschke schreibt Buch über Garten-Oasen in Sachsen-Anhalt und sucht dafür auch idyllische Orte im Saalekreis.
MERSEBURG/MZ. 

Sie liebt Rosen und Erdbeeren. "Heute", lächelt Dagmar Perschke. "Früher hatte ich mit dem Gärtnern nichts am Hut." Das änderte sich, als sie mit ihrem Mann vor 18 Jahren einen Vierseitenhof in Dölbau im Saalekreis kaufte. "Da hatte ich diesen Traum von altem Fachwerk, einer blauen Bank, auf der eine Katze sitzt, und daneben eine Sonnenblume", erinnert sich die 54-Jährige. Als erstes wurde allerdings ein Kirschbaum gepflanzt. Bänke gibt es mehrere und zwei Katzen natürlich auch. Rund um zwei kleine Teiche gibt es mittlerweile jedes Jahr im Frühling und Sommer ein kleines Paradies aus Birken, Blumen, Stauden und Hecken, in dem sich die gebürtige Wittenbergerin mit Familie und Freunden wohl fühlt. Am 9. Juni will sie ihre private Oase im Rahmen der Offenen Gärten erstmals auch der Öffentlichkeit zeigen. Doch die PR-Frau und Autorin, die Ende der 90er unter anderem am Buch "Metamorphosen eines Chemiewerks" über die Leuna-Werke mitgeschrieben hatte, hat noch etwas anderes vor: "Ich schreibe ein Buch über Privatgärten in Sachsen-Anhalt", erzählt Dagmar Perschke, die derzeit auf der Suche nach interessanten Gärten ist. "Ich möchte Orte vorstellen, die nicht ohne weiteres für jeden sichtbar sind und die eine Geschichte erzählen." Vor allem suche sie Gärten im südlichen Saalekreis, keine Gärten in Gartenanlagen, sondern an Privathäusern, die vielleicht sogar im Stil der englischen Gartentradition gehalten sind.

"Im Norden Sachsen-Anhalts bin ich schon fündig geworden. Dort gibt es einige wundervolle Gärten, die man auch besuchen kann. Aber ich bin mir sicher, dass es auch in und um Merseburg oder im Geiseltal Privatgärten gibt, die andere Gartenfans begeistern würden." Die Gärten sollten etwa 800 Quadratmeter groß oder größer sein, und die Besitzer sollten sich bereit erklären, ihr Paradies an ein oder zwei Tagen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.