Der dreijährige Felix war außer Konkurrenz dabei - sein Interesse an der Feuerwehr ist groß. (FOTO: MARCO JUNGHANS)
Unter den Augen vieler Neugieriger und unter lautstarken Anfeuerungsrufen gaben die Teilnehmer bei der Übung ihr Bestes.
Das traf auch auf die Feuerwehrfrauen aus Tollwitz und Bad Dürrenberg zu, die erstmals bei dem alljährlich ausgerichteten Wettkampf ein gemeinsames Team stellten. "Wir haben uns seit mehr als einem Monat einmal in der Woche getroffen und ordentlich trainiert", sagte Anne Nobereit von der Bad Dürrenberger Wehr kurz vor dem Start. Sie war deshalb guter Dinge, dass alle Handgriffe problemlos funktionieren würden.
Beim "Löschangriff Nass" muss ein sieben Personen starkes Team gemeinsam nach Zeit einen rund 90 Meter langen Parcours bewältigen, an dessen Ende zwei Zielvorrichtungen mit Hilfe von Strahlrohren mit Wasser gefüllt werden müssen. Zuvor gilt es, verschiedene Schläuche an eine Pumpe zu montieren und die Schläuche danach im Sprinttempo über die Strecke zu ziehen, so dass der Löschvorgang möglichst schnell über die Bühne gehen kann. Ist eine bestimmte Wassermenge im Behältnis der Zielvorrichtung, hat die Mannschaft die Aufgabe erfüllt, und die Zeit wird gestoppt.
Bei all den Handgriffen können selbst geübten Wehrleuten Fehler unterlaufen. Davon blieb das Frauenteam aus Bad Dürrenberg und Tollwitz zum Glück verschont. Es meisterte die Übung glänzend. "Wir haben im Training rund eine Minute gebraucht", sagte Anne Nobereit. Im Wettkampf waren sie und ihre Teamkolleginnen wesentlich schneller. Nur 46 Sekunden benötigten sie und wiesen damit sogar das ein oder andere Männerteam in die Schranken. "Wir haben uns richtig ins Zeug gelegt, obwohl uns der Pokal schon sicher war, weil wir heute das einzige Frauenteam waren", so Anne Nobereit. Laut der aktiven Feuerwehrfrau arbeiten die Wehren aus Bad Dürrenberg und Tollwitz seit einiger Zeit intensiver zusammen. Auch bei den Einsätzen seien Frauen beider Wehren oft mit dabei.
Beim Wettbewerb der Männer kam Brandabschnittsleiter Robby Stock sogar richtig ins Staunen. Lediglich 26,7 Sekunden brauchte die Feuerwehr aus Burgliebenau für den Löschangriff und sicherte sich damit den Sieg vor den Wehren aus Lochau und Kabelsketal. Zeiten unter einer halben Minute gebe es eher selten, so Stock.