Bioland-Imker Bernd Brix zeigt interessierten Besuchern das Innenleben eines Bienenvolkes. (FOTO: MARCO JUNGHANS)
Bei Kaffee, Kuchen sowie Honigbrötchen lauschen die Gäste den Kranzberger Musikanten, während sich um Arne Brix im Keller eine Menschentraube gebildet hat. Woher das Fest seinen Namen hat wird hier deutlich. Vor einer Schleudermaschine steht der Student Arne Brix und erklärt Besuchern deren Funktionsweise. Honig wird mit der Maschine geschleudert. "Die einzelnen Bestandteile des Honigs werden auf die Weise voneinander getrennt", erklärt Arne Brix, der alle Stationen des Honigs von der Wabe bis ins Honigglas beschreibt. Die gesamte Apparatur sei ziemlich kostspielig gewesen, preislich in etwa vergleichbar mit einem Mittelklassewagen. Mittlerweile teile die ganze Familie die Leidenschaft von Vater Bernd, der bereits seit mehreren Jahrzehnten Imker ist.
Bernd Brix selbst ist derweil im Garten beschäftigt. Zwischen zahlreichen Obstbäumen stehen hier viele Holzkästen. "In jedem lebt ein Bienenvolk", sagt der Imker. Ganz ohne Schutzbekleidung öffnet Bernd Brix einen der Kästen, um bei der Führung seinen zahlreichen Zuhörern das Innenleben zu präsentieren. Was Bernd Brix im Garten und sein Sohn Arne an der Schleudermaschine erklären , das fügt sich an einem langen Tisch zusammen. Der fertige, in Gläser gefüllte Honig wird in vielen verschiedenen Varianten angeboten. Damit die Vielfalt zustande kommen kann, muss der Imker mittlerweile weite Fahrten in Kauf nehmen. Bis nach Brandenburg oder auch in den Harz schafft er einige seiner Bienenvölker, weil sie dort noch Pflanzen wie etwas die Kornblume vorfinden. Hier gebe es die schon lange nicht mehr, sagt Bernd Brix.
Mittlerweile würde seinen Bienen das ganzjährige Nahrungsangebot fehlen. "Wir haben im Moment ein Überangebot", so der Imker. Aber gerade in der zweiten Jahreshälfte wäre durch die betriebene Landwirtschaft das Gegenteil der Fall. "Das schwächt das Immunsystem der Biene und macht sie anfälliger für Krankheiten", ärgert sich der Imker. Um die Völker genetisch zu stärken, tauschen die Imker zuweilen die Königinnen. Dafür fährt Brix Imker bis nach Österreich, weil er mit einem Imker dort gute Erfahrungen gemacht habe, so dass sich auch dieser Weg lohne, um weiterhin hochwertigen Honig erzeugen zu können.