Saalekreis: Merseburgerin wählt Freitod in der Saale

07.05.2012 16:22 Uhr | Aktualisiert 07.05.2012 21:42 Uhr
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Ermittler an der Fundstelle

Ermittler an der Fundstelle einer Wasserleiche am Saalewehr in Merseburg (FOTO: PETER WÖLK)

Spaziergänger haben am Montagmittag unterhalb des Merseburger Schlossgartens eine grausige Entdeckung gemacht. Gegenüber vom Saalewehr trieb im Uferbereich die Leiche einer Frau.
Merseburg/MZ/dsk. 

Polizei und Kripo rückten ebenso an wie ein Notarzt und die Feuerwehr mit einem Schlauchboot.

Zunächst war die Identität der Person unklar, am Abend hatten die Ermittler dann Gewissheit. Bei der Toten handelt es sich um eine 72-jährige Merseburgerin. Sie hatte offenbar den Freitod gewählt. „Der Sohn der Frau hat in der Wohnung einen Abschiedsbrief gefunden. Mittlerweile hat er seine Mutter auch identifiziert. Alles deutet auf einen Selbstmord hin“, sagte Polizeisprecher Jürgen Müller der MZ.

Anhaltspunkte für weitere Ermittlungen habe man aufgrund der Entwicklung nicht mehr. Schon kurz nach dem Fund hatte die Polizei davon gesprochen, keine Anzeichen für ein Verbrechen zu sehen. So hatte der Notarzt, der die Leiche vor Ort am Saaleufer untersuchte, keine äußeren Verletzungen am Körper festgestellt.

Die tote Frau ist die dritte Wasserleiche, die innerhalb von sieben Monaten im südlichen Saalekreis gefunden wurde. Im November konnte ein 76-jähriger Merseburger nur noch leblos aus dem Geiseltalsee geborgen werden, im Dezember fand man dann einen 51-jährigen Mann aus Krumpa im Runstädter See.